Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
SOZIALWISSENSCHAFTEN
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10. Juni 2026

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Graduiertenkollegs sind ein Förderinstrument der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), das Doktorand:innen die Möglichkeit bietet, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren. Insgesamt hat die DFG in der aktuellen Entscheidung zehn Graduiertenkollegs für eine zweite Förderphase verlängert. An einem dieser Graduiertenkollegs sind auch zwei Wissenschaftlerinnen der WISO-Fakultät beteiligt.
Der Fortsetzungsantrag des Graduiertenkollegs „Urban future-making: Handlungsspielräume professioneller Praxis in Zeit und Raum“ (externer Link), an dem Prof. Dr. Christine Hentschel (Professur für Soziologie der Sicherheit und Resilienz, FB Sozialwissenschaften) und Prof. Dr. Katharina Manderscheid (Professur für Soziologie, insb. Lebensführung und Nachhaltigkeit, FB Sozialökonomie) aus der WISO-Fakultät beteiligt sind, wurde durch die DFG bewilligt. Das Kolleg ist an der HafenCity-Universität angesiedelt unter Beteiligung der UHH und der TUHH. Mit der Förderung für weitere 4,5 Jahre werden internationale Doktorand:innen aus Sozial-, Planungs- und Ingenieurwissenschaften in einem integrierten Programm finanziert.
In der zweiten Förderphase wird im Graduiertenkolleg erforscht, wie Akteur:innen der gebauten Umwelt, etwa Architekt:innen, Ingenieur:innen und Planer:innen, unter Bedingungen wachsender Dringlichkeit und zugleich zunehmender Unsicherheit handlungsfähig bleiben und Zukunft mitgestalten. Im Fokus stehen Städte als zentrale Orte sozial-ökologischer Transformation, an denen Klimapolitik, Stadtplanung, Wohnen, Infrastruktur und Energieversorgung neu ausgehandelt werden. Das Forschungsprogramm baut auf den Ergebnissen der ersten Förderphase auf und vertieft die Analyse professioneller Handlungsspielräume entlang von drei thematischen Schwerpunkten: Bedeutungen und Werte, Regeln und Organisationen sowie Werkzeuge und Techniken. So leistet das Graduiertenkolleg einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Frage, wie gesellschaftliche Zukunftsprozesse in der gebauten Umwelt unter sich wandelnden Rahmenbedingungen gestaltet werden können.
Nach der ersten Förderphase von 2022 bis 2026 wird das GRK in einer zweiten Förderphase von Oktober 2026 bis März 2031 fortgeführt.