WiSo-Fakultät
SOZIALWISSENSCHAFTEN
Foto: UHH/Denstorf
14. Januar 2021
Nicht alle Krisen lassen sich vermeiden. „Aber zu Beginn einer Krise steht immer eine Chaos-Phase, die sich durch gute Vorbereitung verkürzen lässt“, erklärt Prof. Geiger. Der Organisationsforscher und sein Team haben in Uganda das Rote Kreuz während eines Ebola-Ausbruchs begleitet. Durch die Erfahrungen in der Bekämpfung dieser Erkrankung war das Land verhältnismäßig gut auf die Corona-Pandemie vorbereitet. Denn das Besondere an der Corona- und auch an der Ebola-Krise ist, dass sie deutlich länger dauern als gewohnt: „Normalerweise sind wir mit Krisen konfrontiert, bei denen aufgrund plötzlicher Ereignisse Menschen und Ressourcen kurzfristig mobilisiert werden muss“, so Prof. Geiger.
Neben dem Management von Krisen und Katastrophen untersucht Prof. Geiger auch, wie und warum sich Organisationen verändern. Aus seiner Sicht Themen sehr großer Relevanz: „Für jede Führungskraft ist es hilfreich, sich mit Fragen zur Gestaltung von Organisationen auseinanderzusetzen.“ Denn Veränderungen seien inzwischen die Regel und nicht mehr die Ausnahme. Wichtig sei, die Veränderungen zu gestalten. Und wie das geht, darauf hat die Forschung eine klare Antwort. „Veränderungsprozesse verlaufen immer zyklisch. Das heißt, Sie müssen auftauen, verändern und wieder stabilisieren“, erklärt Prof. Geiger.
Den Podcast finden Sie hier.