SOZIALWISSENSCHAFTEN
CALL DES TRANSFERFONDS: Förderperiode 2027Un/Sicherheit? Fragen stellen, Wissen teilen, gemeinsam handeln.
6. Mai 2026, von WiSo-Fakultät

Foto: UHH/Röttger
Noch bis zum 31. Mai einen Antrag stellen: Was wir als sicher oder unsicher wahrnehmen, ist selten eindeutig. Sicherheit beruht nicht allein auf Fakten, sondern entsteht durch Aushandlung, Vertrauen, Erfahrungen und geteiltes Wissen. Zugleich sind Unsicherheiten allgegenwärtig – in gesellschaftlichen Transformationsprozessen, technologischen Entwicklungen, politischen Entscheidungen, ökologischen Krisen oder individuellen Lebenswelten – und haben sich gerade in den letzten Jahren immer wieder (auch überraschend) gewandelt oder verschärft.
Mit dem Themenschwerpunkt „Un/Sicherheit?“ fördert der Transferfonds der Universität Hamburg Projekte, die diese Frage gemeinsam mit außeruniversitären Partner:innen aufgreifen. Im Mittelpunkt stehen Vorhaben, die wissenschaftliches Wissen mit praktischen Erfahrungen, Perspektiven und Bedarfen aus Gesellschaft, Kultur, Politik, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft verbinden und neue Formen des ko-kreativen Arbeitens erproben.
Un/Sicherheit als offenes Erkenntnisfeld
Gesucht werden Projekte, die Un/Sicherheit nicht vorab definieren, sondern als Ausgangspunkt für gemeinsames Fragen nutzen. Mögliche Themenfelder umfassen unter anderem:
- gesellschaftliche, politische, rechtliche oder ökonomische Dimensionen von Sicherheit und Risiko
- technologische, digitale oder infrastrukturelle Fragen von Schutz, Kontrolle und Vertrauen
- ökologische, gesundheitliche oder klimabezogene Unsicherheiten
- historische, kulturelle, sprachliche oder ästhetische Perspektiven auf Un/Sicherheit
- subjektive Wahrnehmungen, Emotionen und Alltagspraktiken im Umgang mit Unsicherheit
Besonders erwünscht sind interdisziplinäre Zugänge und Projekte, die unterschiedliche Wissensformen miteinander in Beziehung setzen.
Ko-kreativer Transfer als Kern des Programms
Die Universität Hamburg versteht Transfer als wechselseitigen Lernprozess. Mit dem Transferfonds fördert sie Projekte, in denen wissenschaftliche und außerwissenschaftliche Partner:innen gemeinsam Fragestellungen entwickeln, Wissen austauschen und Erkenntnisse reflektieren. Transfer wird dabei nicht als einseitige Vermittlung verstanden, sondern als ko-kreative Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Mögliche Formate sind unter anderem partizipative Forschungsansätze, Reallabore, künstlerisch-wissenschaftliche Kooperationen oder transdisziplinäre Lehr- und Lernformate. Ziel der Förderung ist es, Projekte anzustoßen, die über den akademischen Raum hinauswirken und neue Handlungsoptionen im Umgang mit Un/Sicherheit entwickeln oder erproben.
Förderung, Vergabeverfahren und Antragstellung
Seit 2021 fördert der Transferfonds der Universität Hamburg Projekte mit einer (Anschub-) Finanzierung von jeweils max. 30.000 EUR für einen Zeitraum von max. 12 Monaten. Ein Antragsbegutachtungsverfahren mit externen Expert:innen sichert die Qualität der Auswahl der zu fördernden Projekte.
Das Verfahren zur Vergabe von Fördergeldern des Transferfonds erfolgt in einem jährlichen Turnus. Für den kommenden Förderzeitraum ist eine Antragstellung vom 01. bis 31. Mai 2026 möglich. Der Förderzeitraum ist auf 01. Januar 2027 bis 31. Dezember 2027 festgesetzt. Die Ausschreibung erfolgt vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Mitteln, deren Höhe erst im Herbst 2026 feststehen wird. Daher kann mit einem Förderbescheid erst im November gerechnet werden.
Antragsteller:innen müssen über einen Arbeitsvertrag mit der Universität Hamburg verfügen, der mindestens bis zum Ende des Förderzeitraums läuft. Weitere Projektmitglieder können z. B. über Aufstockungen bestehender Beschäftigungsverhältnisse, Werkverträge, SHK/WHK-Stellen durch die Transferfonds-Förderung finanziert werden. Neueinstellungen sind aufgrund des kurzen Förderzeitraums nicht möglich. Neben Personalkosten können auch Sachmittel beantragt werden.
Reichen Sie Ihren Antrag inkl. 2-seitiger Projektskizze (siehe Antragsformular) und Finanzplan (siehe Vorlage) über dieses Formular ein.
Alle weiteren Informationen finden sie hier.

