Das Projekt geht der Frage nach, welche Rolle Intuition und Affekt im Kontext von Recht und Ethik in militärischen Entscheidungsprozessen spielen. Es interessiert sich dabei insbesondere für die Wechselwirkungen zwischen Soldat*innen, algorithmisch basierten Technologien und den soziomateriellen Netzwerken, in denen diese eingebettet sind. Im Zentrum steht die Analyse emotionaler und a-rationaler Momente in Gefechtssituationen sowie deren Bedeutung für Prozesse der Entscheidungsfindung vor allem in jenen Grenzbereichen, in denen sich rechtliche und ethische Fragestellungen überlagern.
Das Projekt ist Teil der zweiten Förderphase des interdisziplinären Kompetenznetz "Meaningful Human Control. Autonome Waffensysteme zwischen Regulation und Reflexion (MeHuCo), in dem sich Forschende der Universität Hamburg, Universität Paderborn sowie der Universität Bonn der Situierung bislang unverbundener Problembeschreibungen sowie disparater Konzepte algorithmischer Kriegsführung widmen und diese in einem interdisziplinären Forschungsprogramm zusammenführen.