Digitalisierte Kommunikation und Nachhaltigkeit
Digitale Kommunikation
und Nachhaltigkeit
Foto: UHH/Denstorf
11. März 2026

Foto: DGPuK - Logo Jahrestagung 2026
Auf der Jahrestagung der DGPuK in Dortmund stellen die Mitarbeitenden des Teams von Prof. Kleinen-von Königslöw ihre aktuelle Forschung vor.
Auf der diesjährigen Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) in Dortmund stellen die Mitarbeitenden des Teams von Prof. Kleinen-von Königslöw ihre aktuelle Forschung in drei Vorträgen und einem Poster vor.
Laura Liebig präsentiert gemeinsam mit Gregor Wiedemann und Katharina Kleinen-von Königslöw ein Poster mit dem Titel „Was 'verstehen' LLMs unter Framing? Eine kritische Untersuchung von Frame-Klassifikation mit LLMs“. Die Ergebnisse des Projekts liefern Einblicke in die semantischen und theoretischen Grundlagen, auf denen LLMs Inhalte auf Frames überprüfen und dass die Modelle unterschiedlich kontextsensitiv und theoriekompatibel arbeiten und überwiegend auf oberflächliche Mustererkennung ohne tieferes konzeptuelles Verständnis zurückgreifen. Das Projekt liefert damit einen Beitrag zur kritischen Reflexion des Einsatzes von LLMs in der automatisierten Diskursanalyse, zur Bewertung ihrer Erklärungskraft sowie zur methodischen Weiterentwicklung von KI-gestützter Framing-Forschung.
Außerdem präsentiert Laura Liebig gemeinsam mit Gregor Wiedemann, Kostiantyn Yanchenko und Katharina Kleinen-von Königslöw einen Vortrag mit dem Titel „Zwischen Medienkritik und Meinungsvielfalt: Der Diskurs über deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine“. Untersucht wurde die Entwicklung der deutschen Leitmedienberichterstattung zu Waffenlieferungen in die Ukraine über einen Zeitraum von zwei Jahren. Die Ergebnisse deuten auf eine Normalisierung des Themas im Diskurs hin.
Tim Schatto-Eckrodt berichtet in einem Vortrag von einem Forschungsprojekt mit dem Titel „ChatGPT as a news recommender system: Measuring source types and diversity across different interfaces“, das gemeinsam mit Robert Geislinger, Eva Knor, Laura Laugwitz, Laura Liebig, Juliane Lischka, Michael Reiss, Nadja Schaetz, Justin Schröder und Martin Semmann durchgeführt wurde. In diesem Projekt haben die Autorinnen und Autoren mit der Nutzung von LLMs als News Recommender beschäftigt und herausgefunden, dass Nutzende zwar durch Prompting ein diverses Set an Quellen ausgegeben bekommen, die Qualität der vorgeschlagenen Quellen und Zusammenfassungen teils aber nicht verlässlich sind.
Ebenfalls in einem Vortrag stellt Tim Schatto-Eckrodt einen Teil seiner Dissertation unter dem Titel „Das Modell der verschwörungstheoretischen Kommunikation: Ein kommunikationswissenschaftlicher Ansatz zur Konzeption und Messung von verschwörungstheoretischen Inhalten“ vor. Schatto-Eckrodt entwickelte hier ein theoretisches Modell und eine inhaltsanalytische Operationalisierung einer für die Kommunikationswissenschaft anschlussfähigen Konzeptualisierung von Verschwörungstheorien.