26.03.2026: Fachtag "Aufenthaltsstatus und Zugang zum Arbeitsrecht"
25. März 2026

Foto: UHH
Der Fachtag zeigt auf, welche Auswirkungen aufenthaltsrechtliche Rahmenbedingungen (z. B. Duldung, Niederlassungserlaubnis, Einbürgerung, Familiennachzug, Westbalkanregelung, Freizügigkeit oder Arbeitnehmerentsendung) für die Möglichkeit von Beschäftigten, ihre Arbeitsrechte einzufordern, haben. Ausgehend von empirischen Forschungsprojekten und praktischen Erfahrungen von Beratungsstellen wird unter anderem nachgezeichnet, wie die Kopplung von Arbeit und Aufenthalt, der Ausschluss von Sozialleistungen oder eine Arbeitgeberbindung Beschäftigte daran hindern können, gegen Arbeitsrechtsverletzungen vorzugehen.
Fachtag: Aufenthaltsstatus und Zugang zum Arbeitsrecht
Wann: Do, 26.03.2026, 10:00 Uhr bis 17:15 Uhr
Wo: Von-Melle-Park 9, 20146 Hamburg
An konkreten Beispielen wie einem Streik in einem Leipziger Logistiklager oder Rechtskonflikten georgischer Saisonarbeiter:innen auf deutschen Erdbeerhöfen wird anschließend diskutiert, unter welchen Umständen Rechtsmobilisierung und gewerkschaftliche Organisierung trotz restringierender aufenthaltsrechtlicher Rahmenbedingungen erfolgreich sein können. Abschließend wird anhand des Werkvertragsverbots in der Fleischindustrie, der Reform der Finanzkontrolle Schwarzarbeit und der Richtlinie (EU) 2024/1233 der Frage nachgegangen, welchen Beitrag unterschiedliche gesetzliche Veränderungen für eine verbesserte Durchsetzung von Beschäftigtenrechten leisten (können).
Der Fachtag richtet sich insbesondere an Praktiker:innen, etwa Gewerkschafter:innen, Arbeitgeber:innen, Berufsschullehrer:innen, Jurist:innen, Sozialarbeiter:innen und Mitarbeiter:innen von Beratungsstellen oder Behörden. Studierende, Wissenschaftler:innen und andere Interessierte sind ebenfalls herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos, aber eine Anmeldung ist notwendig.
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung.
Der Fachtag findet statt im Rahmen des Projektes "Arbeitsrechte in prekären Lebenslagen", Projektleitung: Dr. Nikolai Huke, gefördert durch die Hans- Böckler-Stiftung.

