Neuerscheinung: "Politik und Gesellschaft im Pferdestall"
15. Juni 2026

Foto: Verlag Barbara Budrich
Welche politische Verantwortung und gesellschaftliche Bedeutung tragen sozialwissenschaftliche Forschung, Lehre und Studierendenschaft? Was war hier los im Pferdestall in den letzten 100 Jahren?
Der Sammelband „Politik und Gesellschaft im Pferdestall“ umfasst Beiträge verschiedener Autor:innen zur Geschichte der Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg. Das Buch erscheint am 15.06. im Verlag Barbara Budrich, die Herausgeber:innen Jonas von Bockel, Lennart Riebe und Laura Six sind (ehemalige) Studierende der Universität Hamburg. Jonas von Bockel und Lennart Riebe sind aktuell als wissenschaftliche Mitarbeiter im Fachgebiet Politikwissenschaft (an der Professur für Politikwissenschaft, insbesondere Geschichte und Theorie politischen Denkens) tätig. Die Idee für den Sammelband entstand im Rahmen eines zweisemestrigen Seminars über die Geschichte der Hamburger Sozialwissenschaften, welches von Studierenden selbst organisiert wurde. Anlass für dieses Seminar war das hundertjährige Jubiläum der Universität Hamburg im Jahr 2019. In dem Seminar führten die Teilnehmenden eigene Recherchen in verschiedenen Archiven und zu unterschiedlichen Aspekten der Fachbereichsgeschichte durch. Aus den Ergebnissen entstand eine Ausstellung mit dem Titel „Politik und Gesellschaft im Pferdestall“, welche derzeit noch teilweise im Gebäude Allende-Platz 1 (Pferdestall) zu sehen ist und die Grundlage für den Sammelband darstellt. Die Ausstellung wird in dem Sammelband zum ersten Mal abgedruckt erscheinen.
Daneben wurden die Ergebnisse der Forschungsarbeit und die tiefergehende Auseinandersetzung mit einzelnen Themengebieten in Form von fünf wissenschaftlichen Artikeln in den Sammelband aufgenommen. Inhaltlich beschäftigen sich die Beiträge mit einzelnen Aspekten der Geschichte des Fachbereichs, dem Werk und Wirken ausgewählter Sozialwissenschaftler:innen, sowie feministischen Initiativen und Studierendengruppen. Ziel dieser Aufarbeitung der Fachbereichsgeschichte ist eine kritische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen und universitären Rolle der Sozialwissenschaften. Das Projekt will damit nicht nur zu einem kritischen Selbstverständnis der eigenen Disziplin beitragen, sondern auch ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Universität und Studium nicht unveränderlich sind und nach wie vor Freiräume für selbstorganisierte Projekte bieten. Der Sammelband erscheint als gebundenes Buch, sowie als kostenfreie digitale OpenAccess-Publikation. Außerdem wird gemeinsam mit den Herausgeber:innen eine öffentliche Vorstellung geplant, die voraussichtlich im Herbst stattfinden wird.

