Forschungsneuigkeiten aus dem Fachbereich
20. August 2026

Foto: UHH/von Wieding
Wir freuen uns, heute drei Neuigkeiten aus dem Bereich der Forschung des Fachbereichs berichten zu können! Herzlichen Glückwunsch an alle beteiligten Forscherinnen und Forscher!
- VolkswagenStiftung: 285.000 Euro für Brückenprofessur von Prof. Brooke Ackerly PhD an der Universität Hamburg
- Verlängerung des Graduiertenkollegs „Urban future-making: Handlungsspielräume professioneller Praxis in Zeit und Raum“
- Humboldt-Forschungsstipendium für Dr. Melanie Brazzell von der Harvard University
VolkswagenStiftung: 285.000 Euro für Brückenprofessur von Prof. Brooke Ackerly PhD an der Universität Hamburg
Staatliche geförderte und von Initiativen durchgeführte Projekte erzielen in Krisensituationen oft nicht die Wirkung, die beabsichtigt ist. Beispielsweise haben die Ebola-Krise in Afrika und die Erdbebenhilfe in Haiti gezeigt, dass viele Geldmittel nicht automatisch Verbesserungen für die betroffenen Gemeinschaften bedeuteten. Angesichts der Auswirkung des Klimawandels auf die Gesundheit besonders vulnerabler Bevölkerungsgruppen und zunehmender Hilfs- und Noteinsätze ist es daher essenziell, die epistemisch verankerten Faktoren für das Gelingen oder Scheitern dieser Partnerschaftsprojekte zwischen Institutionen und Initiativen zu verstehen. Diese will Prof. Brooke Ackerly auf der Grundlage politikwissenschaftlicher Forschung zur Aushandlung von Demokratie und Grundrechten während ihrer Gastprofessur untersuchen.
Es handelt sich um eine transatlantische Brückenprofessur im Rahmen des gleichnamigen Förderprogramms der VolkswagenStiftung. Das Programm richtet sich an international renommierte Professorinnen und Professoren aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, die aktuell in den USA tätig sind und gleichzeitig in den USA sowie in Deutschland arbeiten möchten. Prof. Ackerly, die von der Vanderbilt University im US-Bundesstaat Tennessee nach Hamburg kommt, erhält 285.000 Euro und wird in den kommenden 36 Monaten an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften arbeiten. Es wird es darum gehen, forschungsbasierte Handlungsempfehlungen für lokale Gruppen, politische Entscheidungsträger, Entwicklungshelferinnen, große Stiftungen und staatliche Geberorganisationen zu erarbeiten.
Eng kooperieren wird Prof. Ackerly dabei mit Prof. Antje Wiener, Professorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunk Global Governance am Fachbereich Sozialwissenschaften, die die Antragsstellung federführend begleitet hat. An der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sind Kooperationen mit Prof. Dr. Peter Niesen, Professor für Politische Theorie, und Prof. Dr. Vera E. Troeger, Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft, geplant. Zudem wird es Kollaborationen mit Forschenden des Klima-Exzellenzclusters CLICCS sowie der DFG-Forschungsgruppe PROMISE und des DFG-Graduierten-Kollegs „Collective Decision-Making“ geben. Prof. Brooke Ackerly wird darüber hinaus im kommenden Semester Lehre zu ausgewählten Themen in Internationaler Politischer Theorie, Feministischer Politischer Theorie und Methoden der Grounded Normative Theory anbieten.
Kontakt: Prof. Antje Wiener, PhD FAcSS MAE, Universität Hamburg, Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Fachbereich Sozialwissenschaften, Fachgebiet Politikwissenschaft, E-Mail: antje.wiener@uni-hamburg.de
Verlängerung des Graduiertenkollegs „Urban future-making: Handlungsspielräume professioneller Praxis in Zeit und Raum“
In Städten werden zahlreiche hochaktuelle Zukunftsfragen wie Klimapolitik, Verkehr, Wohnen, Infrastruktur und Energieversorgung in verschiedensten Prozessen immer wieder neu ausgehandelt. Sie sind damit zentrale Orte sozial-ökologischer Transformation. Im Graduiertenkolleg „Urban future-making: Handlungsspielräume professioneller Praxis in Zeit und Raum“, das an der HafenCity-Universität geleitet wird, untersuchen die Forschenden, wie verschiedene Beteiligte dieser Handlungsfelder – etwa Architekten, Ingenieurinnen, Verwaltungsfachleute sowie Planer:innen – in Zeiten erhöhter Dringlichkeit und Unsicherheit handlungsfähig bleiben und Zukunft gestalten.
An dem Programm, das eine Promotion in einem interdisziplinären strukturierten Rahmen ermöglicht, sind auch Prof. Dr. Christine Hentschel (Professur für Soziologie der Sicherheit und Resilienz) und Prof. Dr. Katharina Manderscheid (Professur für Soziologie, insb. Lebensführung und Nachhaltigkeit) von der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Prof. Dr. Benno Fladvad (Juniorprofessur für Naturwissenschaftliche Friedensforschung mit Schwerpunkt Klima und Sicherheit) von der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften der Universität Hamburg beteiligt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat das Graduiertenkolleg im Juni 2026 für eine zweite Förderphase von Oktober 2026 bis März 2031 verlängert.
Kontakt:
Prof. Dr. Benno Fladvad, Universität Hamburg, Fachbereich Erdsystemwissenschaften, E-Mail: benno.fladvad@uni-hamburg.de
Prof. Dr. Christine Hentschel, Universität Hamburg, Fachbereich Sozialwissenschaften, E-Mail: christine.hentschel-2@uni-hamburg.de
Prof. Dr. Katharina Manderscheid, Universität Hamburg, Fachbereich Sozialökonomie, E-Mail: katharina.manderscheid@uni-hamburg.de
Humboldt-Forschungsstipendium für Dr. Melanie Brazzell von der Harvard University
Dr. Melanie Brazzell von der Harvard University wird im Rahmen eines Humboldt-Forschungsstipendiums in den Sommern 2026, 2027 und 2028 jeweils mehrere Monate an der Universität Hamburg verbringen und in der Gruppe von Prof. Dr. Nina Perkowski am Fachbereich Sozialwissenschaften zur Empirischen Sozialforschung arbeiten, insbesondere zu Gewalt- und Sicherheitsforschung.
Mit diesen Stipendien unterstützt die Alexander von Humboldt‐Stiftung überdurchschnittlich qualifizierte Early Career Researcher aus der ganzen Welt. Sie können ihr Forschungsvorhaben in Deutschland verwirklichen, wobei die Förderdauer zwischen sechs und 24 Monaten betragen kann.
Kontakt:
Prof. Dr. Nina Perkowski, Universität Hamburg, Fachbereich Sozialwissenschaften, E-Mail: nina.perkowski@uni-hamburg.de
Die Informationen stammen aus der Pressemitteilung der Universität Hamburg.

