Ist die regelgeleitete internationale Ordnung am Ende? Prof Antje Wiener und Prof Thomas Risse in Hamburg und BerlinDiskussionsveranstaltungen im Hadley's in Hamburg und in der DGAP in Berlin
23. April 2026
Am Montag, 27. und Dienstag, 28. April diskutieren Prof. Antje Wiener PhD und Prof. Dr. Thomas Risse über die Zukunft der regelgeleiteten Internationalen Ordnung. Am Montag finden sich die beiden Autor:innen des neuen Buches 'Deep Contestations of the Liberal International Order' um 19:30 im Hadley's in Hamburg ein, am Dienstag um 18:30 in den Räumen der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin.
Russlands Angriff auf die Ukraine, der Gaza-Krieg, Trumps Angriffe auf die Freihandelsordnung und jetzt der Krieg der USA und Israels gegen Iran: Viele Beobachter:innen sind der Meinung, dass wir einen Epochenbruch der internationalen Ordnung erleben. In der Tat stehen grundlegende Prinzipien unter Druck (tiefgreifende Kontestationen aka „deep contestations“). Während normale Kontestationen konstruktiv sind und für liberale Ordnungen sogar konstitutiv, stellen tiefgreifende Kontestationen solche Ordnungen grundsätzlich in Frage. Trotzdem – so unser Argument - sind sie nicht das Ende der internationalen Ordnung, wie viele meinen. In der Veranstaltungen stellen wir die unterschiedlichen Typen von Kontestationen vor und erläutern, wovon die Resilienz der internationalen Ordnung abhängt. Insbesondere muss eine Reform der Ordnung die Teilhabemöglichkeiten unterschiedlicher staatlicher wie nicht-staatlicher Akteur:innen an normaler Kontestation institutionell vergrößern.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und der Anmeldung finden Sie auf den Webseiten des Hadley's sowie der DGAP. Das korrespondierende Buch 'Deep Constestations of the Liberal International Order', welches in diesem Jahr in der Oxford University Press erschienen ist, finden sie hier.