Abschlussarbeiten
Wir bieten Bachelor- und Masterarbeiten zu den folgenden Themen an. Die Arbeiten können auf Deutsch oder Englisch verfasst werden.
Arbeitsangebotsentscheidungen und Geschlechterunterschiede auf dem Arbeitsmarkt
Arbeitsangebotsentscheidungen werden nicht nur durch Löhne und finanzielle Anreize geprägt, sondern beispielsweise auch durch Überzeugungen, Arbeitsplatzmerkmale und soziale Normen. Insbesondere Eltern stehen häufig vor einem Spannungsfeld zwischen Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung, was zu anhaltenden Unterschieden in den Arbeitsmarktergebnissen von Männern und Frauen beitragen kann.
Die Abschlussarbeit wird eine empirische Studie auf Basis von Haushalts-Paneldaten wie dem LISS oder dem SOEP sein. Erfahrung mit Python oder R wird dringend empfohlen.
Mögliche Themen könnten sein:
- Wie Geschlechterrollen und soziale Normen mit Fertilitätsentscheidungen zusammenhängen.
- Die Rolle von Ambiguitätsaversion bei Arbeitsangebotsentscheidungen.
- Der Zusammenhang zwischen der Inanspruchnahme von Elternzeit durch Väter und ihren späteren Karriereverläufen.
Bitte kontaktieren Sie Herrn Dr. Pugnaghi Zimpelmann mit einer konkreten Idee innerhalb dieses Themenbereiches. Für besonders motivierte Studierende besteht außerdem die Möglichkeit, ein Thema zu bearbeiten, das eng an eines der aktuellen Forschungsprojekte von Herrn Dr. Pugnaghi Zimpelmann anknüpft. Wenn Sie an dieser Option interessiert sind, teilen Sie dies gerne mit.
Ansprechpartner: Dr. Christian Pugnaghi Zimpelmann
Altruismus am Arbeitsplatz
Für Menschen mit altruistischen Präferenzen ist es wichtig anderen Menschen im Umfeld zu helfen und sich um deren Wohlergehen zu bemühen. Wir möchten verstehen in welchen Berufen altruistische Menschen arbeiten und für welche Unternehmen es sinnvoll ist, altruistische Menschen einzustellen. Anhand der folgenden Themenvorschlägen können Sie helfen, die Rolle des Altruismus im Arbeitsmarkt zu verstehen.
Welchen Beschäftigungen gehen altruistische Menschen nach? Hier können Sie analysieren in welchen Branchen und Positionen auffällig viele oder wenige altruistische Personen beschäftigt sind.
Profitieren Arbeitgeber davon Arbeitmehmer:innen mit altruistischen Präferenzen einzustellen? Hier können Unterschiede zwischen verschiedenen Branchen und Positionen im Unternehmen untersucht werden.
Ansprechpartner: Jan Berendsen
Langzeitpflege
Die Bevölkerungsalterung bringt Forscher und politische Entscheidungsträger dazu, sich mit Fragen der Langzeitpflege für ältere Menschen zu beschäftigen. In den Abschlussarbeiten in diesem Bereich werden die Daten des Deutschen Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verwendet.
Mögliche Themen sind:
- Die Auswirkung ambulanter Pflege auf die Erwerbsbeteiligung pflegender Angehöriger.
Ansprechpartner: Andrew Judy
- Die Auswirkung soziodemographischer Merkmale auf die Zufriedenheit mit der Verfügbarkeit von Pflege.
Ansprechpartnerin: Isadora Mathevet
Nicht-monetäre Anreize und die Zukunft der Arbeit
Nicht nur das Gehalt spielt für die Arbeitnehmer eine Rolle auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch andere, nicht-monetäre Anreize, wie zum Beispiel die Flexibilität am Arbeitsplatz oder die Sinnhaftigkeit der Arbeit. In dem folgenden Themenbereich können Sie die Rolle der nicht-monetären Anreize auf dem Arbeits- und Heiratsmarkt untersuchen. Mögliche Themen sind:
- Berufliche Sortierung auf dem Heiratsmarkt: Wer heiratet wen? Eine empirische Analyse von Partnerschaften nach Berufsgruppen. (Kursempfehlung: Empirical Evaluation of Market Outcomes)
- Arbeitsplatzverlust und nicht-monetäre Arbeitsbedingungen: Akzeptieren Arbeitnehmer:innen nach Betriebsstilllegungen schlechtere Arbeitsbedingungen?
Ansprechpartner: Andrew Judy
Gesundheit und Familie
Wir verbinden Erkenntnisse aus Gesundheits- und Familienökonomik, um die Prozesse zu verstehen, die innerhalb eines Haushalts die Gesundheit seiner Mitglieder beeinflussen. Wenn man den über Politikmaßnahmen nachdenkt, die die Gesundheit verbessern und Ungleichheiten reduzieren sollen, ist es essentiell, den Zusammenhang zwischen der Familie und gesundheitsbezogenen Verhaltensweisen zu verstehen, da Investitionen in Gesundheit familiären Rahmen getroffen werden.
Mögliche Themen sind:
- Investitionen in Gesundheit innerhalb des familiären Kontextes sowie den Einfluss des Partners auf die eigene Gesundheit.
- Der Zusammenhang zwischen dem Heiratsmarkt und gesundheitsbezogenen Entscheidungen: Ist Gesundheit ein wichtiger Faktor bei der Partnerwahl, und was sind die Auswirkungen dieser Entscheidung für die nachfolgenden Investitionen in Gesundheit?
Ansprechpartnerin: Isadora Mathevet
Die Auswirkungen informeller Pflege auf die körperliche und psychische Gesundheit
Angesichts der alternden Bevölkerung und des steigenden Bedarfs an Gesundheitsleistungen spielen informelle Pflegepersonen eine wichtige Rolle bei der Unterstützung von Menschen mit Langzeitpflegebedarf. Die Pflege, insbesondere wenn sie sehr intensiv ist, kann jedoch die Gesundheit der Pflegepersonen beeinträchtigen.
Diese Studie untersucht den Zusammenhang zwischen informeller Pflege und der körperlichen sowie psychischen Gesundheit der Pflegenden. Sie untersucht, inwiefern die Erbringung und die Intensität informeller Pflege mit gesundheitlichen Folgen zusammenhängen, wobei besonders darauf geachtet wird, ob sich diese Zusammenhänge zwischen Frauen und Männern unterscheiden. Zur Untersuchung dieses Themas können Daten aus SOEP oder SHARE herangezogen werden.
Ansprechpartnerin: Marzia Pantellini
Haushaltsinterne Entscheidungen und die Rolle der beruflichen Flexibilität
Die neuesten Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Frauen nach der Geburt von Kindern mit großen und anhaltenden Einkommenseinbußen konfrontiert sind, zudem mit einer geringeren Erwerbsbeteiligung, einem geringeren Arbeitskräfteangebot und einer höheren Tendenz, flexible Jobs zu haben. Diese empirischen Befunde sind unter anderem das Ergebnis von Entscheidungsprozessen auf der Haushaltsebene. Für politischen Entscheidungsträger wird es daher immer wichtiger, die Rolle des Haushalts zu verstehen, um bestehende Strukturen verändern zu können.
Mit der Hilfe von den Daten des Deutschen Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) haben die Studierenden zwei Möglichkeiten:
Thema 1: Querschnittsanalyse
- Wofür verwenden Haushaltsmitglieder ihre Zeit, hängt dies von der Arbeitsflexibilität ab, und was ist der Einfluss von Kindern auf die Zeitverwendung?
Thema 2: Panelanalyse
- Wie wirkt sich die Änderungen in der Flexibilität eines der Ehepartner auf die Zeiteinteilung und Beteiligungsmöglichkeiten des anderen Ehepartners aus?
- Wie verändert sich Arbeitsflexibilität, Arbeitsmarktbeteiligung und Zeiteinteilung innerhalb des Haushalts rund um die Geburt des ersten Kindes?
Ansprechpartner: Alexander Wintzéus