What citizens think they should and can do in democracies (CONSTRUCT)
Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt „Was Bürger glauben, was sie in Demokratien tun sollten und tun können“ (CONSTRUCT) hat zum Ziel, zu untersuchen, wie Bürger ihre Rolle in Demokratien verstehen, insbesondere in gesellschaftlich schwierigen Zeiten.
Westliche Demokratien haben in jüngster Zeit eine Reihe gesellschaftlicher Herausforderungen erlebt – darunter Kriege, eine Pandemie und den Klimawandel –, und viele Bürger sind unzufrieden damit, wie Politiker diese Herausforderungen angehen; sie polarisieren sich, wenden sich rechtsextremen Parteien zu oder ziehen sich ganz aus der Politik zurück. Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen hinterfragt das CONSTRUCT-Projekt die Rolle der Bürger in Demokratien: Was glauben die Bürger selbst, was sie in Demokratien tun sollten und tun können, insbesondere wenn die Themen, die ihnen am Herzen liegen, möglicherweise zu groß sind, um allein von Institutionen angegangen zu werden? Einige Theorien der Politikwissenschaft stellen erhebliche Anforderungen an das, was Bürger tun sollten (z. B. sich informieren, beraten, aktiv werden), doch empirische Untersuchungen zeigen oft, dass Bürger diesen Anforderungen nicht gerecht werden können (z. B. weil sie zu beschäftigt, desinteressiert oder voreingenommen sind).
Das CONSTRUCT-Projekt zielt darauf ab, ein neuartiges Konzept – vorläufig als Constructive Citizenship Behavior bezeichnet – zu entwickeln, das die Spannung zwischen Ideal und Realität direkt erfasst, indem es die Bürger direkt fragt, was sie ihrer Meinung nach tun sollten und was sie tatsächlich tun können.
- Dauer: 2026–2029
- Projektleitung: Peter Luca Versteegen, PhD
- Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft