Forschungsbüro für soziale Innovation
soziale Innovation (ROSI)
Foto: UHH/Denstorf
8. April 2026

Foto: Bürgerbus
WHK gesucht für eine Evaluation für unseren Kooperationspartner "Bürgerbus"
Interessierst du dich für quantitative Forschung, die Erstellung von Fragebögen und Datenanalyse? Dann bietet sich dir hier die Gelegenheit, ein praxisnahes Projekt mit direktem Bezug zur Mobilität in der Region zu begleiten. Die Untersuchung wird eigenständig durchgeführt und bietet die Möglichkeit, methodische Kenntnisse in einem realen Projekt einzubringen. Für die Mitarbeit ist eine Vergütung vorgesehen.
Was ist der Bürgerbus:
Der Bürgerbus der Samtgemeinde Apensen e.V. betreibt seit dem 01. September 2020 eine Buslinie, die in der Samtgemeinde Apensen sieben der acht Teilgemeinden miteinander verbindet. Die Buslinie wurde von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) genehmigt und die Lizenz vom Betreiber des regionalen Betreibers für den öffentlichen Nahverkehr (KVG) für zehn Jahre ausgestellt. Seit diesem Zeitpunkt sind wir ca. 360.000 km auf dieser Linie gefahren. Achtmal am Tag und fünfmal die Woche, fahren unsere Fahrerinnen und Fahrer ehrenamtlich.
Zweck des Vereins ist gemäß Satzung die Förderung, Verbesserung und Ergänzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für die Bürger*innen der Samtgemeinde Apensen. Die Sicherstellung einer ausreichenden Bedienung mit Verkehrsleistungen im ÖPNV ist eine Aufgabe der Daseinsvorsorge (§2 Abs.2 NNVG). Mit Betrieb eines BürgerBusses wird der ÖPNV in der Samtgemeinde spürbar ergänzt und verbessert. Der Zweck des Vereins ist folglich nicht eine Leistung für Vereinsmitglieder, sondern die Vereinsmitglieder erbringen eine Leistung für die Öffentlichkeit, indem sie eine im Kern staatliche Leistung der Daseinsvorsorge durch ehrenamtliche Tätigkeit unterstützen.
Ausgangslage: Bei der damaligen Genehmigung der Fahrtstrecke, wurden mit einer einzigen Ausnahme, bereits vorhandene Haltestellen in die Strecke eingebunden. Das ist auf der einen Seite sinnvoll, weil Verbindungsmöglichkeiten zu anderen Linien bestehen, auf der anderen Seite, müssen Anwohner von Neubaugebieten am Rand der Gemeinden, weite Wege zu den Haltestellen gehen. Dieser Umstand und das Anwachsen der Samtgemeinde (>= 10.000 Einwohner*innen) bedingt nun die Notwendigkeit, neue Teilstrecken oder Haltepunkte anzufahren. Da das Genehmigungsverfahren dieser Teilstrecken / Haltepunkte aufwendig ist, wollen wir wissen, ob unsere ermittelten Bedarfe (Fahrer*innen / einzelne Fahrgäste) auch tatsächlich vorhanden sind.
Forschungsinteresse: Wir möchten wissen ob in einem Neubaugebiet (rund 450 Wohneinheiten) im Hauptort (4.500 Einwohner), ein Bedarf an Haltestellen besteht und welche Ziele von dort angefahren werden sollen.
Weiter möchten wir insbesondere von den Einwohner:innen der anderen Teilgemeinden wissen, ob es zusätzliche Bedarfe gibt, den Hauptort mit Einkaufsmöglichkeiten auch zu anderen Zeiten als den bisher angebotenen zu erreichen sowie ob es spezielle Bedarfe für unterschiedliche Altersgruppen (z.B. Kirche Friedhof, Seniorensport, Clubs, Gastronomie, Anbindung an die S-Bahn am Wochenende etc.) gibt.
Hier kommt ihr zu der Ausschreibung.
Sollten wir euer Interesse geweckt haben, wendet euch bitte per Mail mit kurzem Anschreiben + Lebens-lauf + ToR an uns: rosi.wiso@uni-hamburg.de