Schlagwort-Archive: Trend

Bund plant Förderung der Forschung zur digitalen Hochschullehre

Screenshot_BMBF_Projekttraeger_Digitale_LehreDas BMBF beabsichtigt, seinen Förderschwerpunkt Wissenschafts- und Hochschulforschung um ein Forschungsfeld „Digitale Hochschullehre“ zu ergänzen. Damit sollen Impulse für die Praxis an den Hochschulen generiert und „Gestaltungswissen um Wirkungsvoraussetzungen und – zusammenhänge für eine evidenzbasierte Hochschulpolitik im Bereich der Digitalisierung der Hochschullehre“ hervorgebracht werden, wie das Ministerium schreibt. Offenbar sind mehrere Förderaktivitäten zum Thema eLearning geplant. Mit einer öffentlichen Ausschreibung sucht das BMBF nun aber erst mal einen Projektträger. Der soll die Förderprojekte wissenschaftlich und administrativ begleiten, das Ministerium entlasten und „eine rationelle Abwicklung der Förderaktivitäten sichern“. Das Vorhaben des BMBF ist im Kontext der sogenannten Digitalen Agenda der Bundesregierung zu sehen. Ein Jahr nach der Veröffentlichung der Digitalisierungsstrategie bemängeln Kritiker das Tempo der bisherigen Umsetzung.

Multimediabeiträge von Journalistik-Studierenden bereichern Fachzeitschrift

Journalistik-Studierende der WiSo-Fakultät haben im Rahmen einer Projektwerkstatt Videos, Slideshows und Audio-Beiträge für die Journalismus-Fachzeitschrift MESSAGE produziert. Ihre Multimedia-Beiträge sind nun Teil der frei zugänglichen Dossiers über die Krise des Wirtschaftsjournalismus, die Thematisierung rechter Gewalt und Propaganda durch journalistische Medien und die Anforderungen an einen Europa-Journalismus. Geleitet wurde die Projektwerkstatt von Prof. Dr. Volker Lilienthal, Inhaber der Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur für die Praxis des Qualitätsjournalismus. Er ist einer der Herausgeber der Zeitschrift, die der Diskussion journalistischer Aufgaben gewidmet ist und seit 1999 erscheint. Ein gelungenes Projekt, wie mir scheint: Die Studierenden sammeln im Kontext eines realen Mediums Produktionserfahrungen und können auf (weitere) Veröffentlichungen verweisen. Außerdem bereichern ihre Projektergebnisse eine Fachzeitschrift, deren Inhalte auch für ihre Kommilitonen relevant sein dürften.

Screenshot www.message-online.com

Screenshot www.message-online.com

Ars Legendi-Preis ausgeschrieben: Höchster deutscher Lehrpreis fokussiert „digitales Lehren und Lernen“

Foto: gratisography.com

Foto: gratisography.com

Der Stifterverband und die Hochschulrektorenkonferenz haben zum zehnten Mal den Ars Legendi-Preis ausgeschrieben. Die renommierte Auszeichnung und das Preisgeld in Höhe von 50.000 € gehen in diesem Jahr an eine Lehrperson einer deutschen Hochschule, die „in hervorragender Weise das ‚Digitale Lehren und Lernen‘ anwendet und fördert“. Die vollständige Ausschreibung (PDF) zeigt: Ähnlich wie beispielsweise in der Hamburger Digitalisierungsstrategie mit dem zentralen Element Hamburg Open Online University (HOOU), dürfte bei der Bewertung der Funktion digitaler Medien ein besonderes Augenmerk auf die Lernendenzentrierung  gelegt werden. Nominierungen können von Fakultäten, Fachbereichen oder Studierenden kommen, Lehrende können sich aber auch selbst bewerben. Die Ausschreibung endet am 10. Juli 2015.

Trends in der Digitalisierung: Videos der Ringvorlesung „Digitale Gesellschaft“

Foto: iStockphoto/Rawpixel

Foto: iStockphoto/Rawpixel

Von sechs Veranstaltungen der Ringvorlesung „Digitale Gesellschaft“ stehen Videos auf dem Lecture2Go-Portal bereit:

  • Vortrag der neuen Beauftragten für digitales Lehren und Lernen an der UHH, Prof. Kerstin Mayberger, über Digitale Hochschulbildung für eine digitale Gesellschaftzum Video
  • Vortrag des eLearning-Beauftragten der Fakultät für Geisteswissenschaften, Prof. Jan Christoph Meister, und Mareike Höckendorf über das Projekt eFotozum Video
  • Podiumsdiskussion Digitales Leben nach NSA. Daten schützen und arbeitsfähig bleiben – (wie) geht beides? Mit Dr. Moritz Karg, dem Referenten beim Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, Prof. Dr. Gabriele Beger, Gemeinsame behördliche Datenschutzbeauftragte der Hamburger Hochschulen und Leitende Direktorin der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Prof. Jan Christoph Meister, Universität Hamburg, und Tanja Jeschke, Hamburger Fernhochschule (Moderation) – zum Video
  • Vortrag von Dipl.-Ing. Martin Riemer vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE): Wohin geht die digitale Entwicklung im Krankenhaus und in der medizinischen Versorgung? Gibt es Vorteile oder werden wir nur zum „gläsernen Patienten“? zum Video
  • Vortrag Offene Bildungsressourcen, ein Weg zum Lehrbuch der Zukunft? von Dr. Angela Peetz und Michael Heinecke, Mitgliedern im Netzwerk der eLearning-Büros an der UHH – zum Video
  • Prof. Dr. Thomas Horky und Prof. Dr. Andreas Hebbel-Seeger von der MHMK Macromedia Hiochschule für Medien und Kommunikation mit dem Ausblick Die digitale Welt von morgen: Was erwartet uns?zum Video

Responsive Design: Darstellung von Tests auf den Lernplattformen wird für Tablets und Smartphones optimiert

Abbildung_Smartphone_ResponsiveDesign

Auf Initiative und mit Unterstützung der WiSo-Fakultät werden digitale Tests und Befragungen auf den Lernplattformen in Kürze angemessen auf Mobilgeräten dargestellt.

Digitale Tests und Befragungen, die Lehrende auf den Lernplattformen der UHH bereitstellen, sollen sich demnächst komfortabel mit dem Smartphone absolvieren lassen. Auf Initiative und mit Unterstützung der WiSo-Fakultät berücksichtigt der ONYX-Player, das bevorzugte Werkzeug für vielfältige  Frage-/Antwortformate in OLAT und CommSy, wahrscheinlich bereits ab dem Sommersemester 2015 die Abmessungen des Endgeräts und passt die Benutzeroberfläche entsprechend an. Das „Responsive Design“ lässt sich beim Anbieter bereits ausprobieren. Die Adaptivität der Darstellung wird sich bis auf weiteres auf Auswahlfragen, Lückentexte und offene Textfragen beschränken, doch damit dürften die meisten Tests abgedeckt sein. Weitere Details der Neuerung beschreibt der Anbieter hier. Als Ganzes sind die Plattformen OLAT und CommSy leider noch nicht für die Nutzung mit mobilen Endgeräten optimiert. Doch OLAT wird dem Trend voraussichtlich noch 2015 folgen. Eine Demonstration der responsiven OLAT-Version, die wahrscheinlich im Herbst an der UHH eingespielt wird, kann bereits getestet werden.

Braucht Hamburg ein „eLearning-Label“? Vorträge und Diskussion über Modelle zur Qualitätssicherung im eCamp am 16. April

© UHH/Möller

© UHH/Möller

Unter dem Stichwort „Digitalisierung der Hochschullehre“ stehen die Hochschulen vor der Herausforderung, sich mehr denn je mit vermeintlichen Potenzialen des eLearning, aber auch mit diversen Anregungen, Erwartungen und Befürchtungen auseinanderzusetzen. Umso stärker wird die in den vergangenen Jahren häufig problematisierte Frage nach der Qualität der Lehre zur Frage nach dem didaktischen Nutzen der Digitalisierung.

Für die sechs öffentlichen Hochschulen in Hamburg gilt das in besonderem Maße, da sie seit der Änderung des Hochschulrechts im Sommer 2014 die gemeinsame gesetzliche Aufgabe haben, „in geeigneten Fällen“ Online-Kurse anzubieten und online erbrachte Studienleistungen anzuerkennen. Hamburgs Wissenschaftler/innen können bis zu 25% ihrer Lehrverpflichtung mit sogenannten „Online-Veranstaltungen“ erbringen, und die erstmalige Konzeption solcher Veranstaltungen können die Hochschulen mit einer befristeten Reduktion der individuellen Lehrverpflichtung fördern.

Was sind „Online-Veranstaltungen“ gemäß neuer Lehrverpflichtungsverordnung?

Was „Online-Veranstaltungen“ sein sollen und dürfen, wurde bisher freilich weder im Gesetz, noch von den Hochschulen näher spezifiziert. Klar ist dagegen das didaktische Ziel: Der „Digitalisierungsstrategie der staatlichen Hamburger Hochschulen“ entsprechend, sollen digitale Elemente in der Lehre einer stärkeren „Lernendenzentrierung“ und Problemorientierung dienen.

Sind nun „technische und didaktische Mindeststandards“, deren Einhaltung die Hochschulen ihren Lehrenden gemäß Lehrverpflichtungsverordnung (LVVO) abverlangen dürfen, der Schlüssel für Transparenz, Qualitätssicherung und Anreize in der digitalen Lehre?

Vorträge und Reflexion durch „Discussant“ am 16. April in der StaBi

Ein „eCamp“ am 16. April 2015 bietet ein Forum für den Erfahrungsaustausch rund um das Thema Qualitätssicherung und Anreizstrukturen für die Digitalisierung der Hochschullehre.

Weiterlesen

Zum Ende der Ringvorlesung „Digitale Gesellschaft“

Prof. Dr. Andreas Hebbel-Seeger, Dr. Angela Peetz und Prof. Dr. Thomas Horky (v.l.)

Prof. Dr. Andreas Hebbel-Seeger, Dr. Angela Peetz und Prof. Dr. Thomas Horky (v.l.)

Die Ringvorlesung Digitale Gesellschaft endete am gestrigen Donnerstagabend unter recht großer Aufmerksamkeit mit zwei sehr interessanten Vorträgen: Prof. Andreas Hebbel-Seeger und Prof. Dr. Thomas Horky von der Hochschule Macromedia referierten und diskutierten mit dem Publikum über Erkenntnisse und Entwicklungen in den einander überschneidenden Bereichen von Mediennutzung, Journalismus und Sport. Die Schirmherrin und Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Susanne Rupp, sprach vor den etwa 50 Zuhörern ein Grußwort. Veranstaltet wurde die Ringvorlesung vom erweiterten eLearning-Netzwerk, insbesondere von der Arbeitsstelle für Wissenschaftliche Weiterbildung der UHH (AWW) und dem Multimediakontor Hamburg (MMKH). Videos der Vorträge sind in Kürze auf hier auf dem Lecture2Go-Portal zu erwarten. Frühere Veranstaltungen der Ringvorlesung lassen sich dort bereits jetzt ansehen.

Einige Bilder vom gestrigen Ende der Ringvorlesung finden Sie hier:

Weiterlesen