Schlagwort-Archive: Rechtsfragen

Anrechenbarkeit von Online-Lehre auf das Lehrdeputat an der BWL-Fakultät

Foto: UHH/Kranz

Das Studiendekanat der Fakultät für Betriebswirtschaft hat die Lehrenden der „Hamburg Business School“ darüber informiert, unter welchen Bedingungen dort Online- oder Blended Learning-Veranstaltungen auf das individuelle Lehrdeputat angerechnet werden können.

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Digitale Semesterapparate: Alles Wissenswerte zum ab März 2018 geltenden Urheberrecht

Studierender liest etwas am Notebook in der Bibliothek

Foto: UHH/Dingler

Die Ungewissheit darüber, unter welchen Bedingungen Lehrende künftig digitale Semesterapparate mit urheberrechtlich geschütztem Material bereitstellen können, ist erstmal vorbei. Ab März 2018 gilt für zunächst fünf Jahre ein neues Gesetz zum Urheberrecht in der Wissenschaft, abgekürzt UrhWissG. Alle wichtigen Infos darüber finden Sie in diesem Newsletter-Beitrag der Präsidialverwaltung. Etwas mehr ins Detail geht die Juristin und Direktorin der Staats- und Universitätsbibliothek, Prof. Dr. Gabriele Beger, mit ihrer Handreichung. Spezielle Fragen zum Thema können Sie an Frau Hülya Kaya richten, sie ist Referentin in der Stabsstelle Recht im Präsidium.

Rechtssicherheit bei digitalen Semesterapparaten

©: UHH/Dingler

Bis zuletzt war unklar, ob und unter welchen Rahmenbedingungen Lehrende nach dem 30.09.2017 digitale Semesterapparate bereitstellen können, ohne entweder gegen das Urheberrecht zu verstoßen, oder sich womöglich selbst mit Vergütungsfragen befassen zu müssen. Dann endet nämlich die derzeit geltende Einigung zwischen der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort). Letztere vertritt die Interessen von Autor/inn/en und Verlagen. Die aktuelle Übergangsregelung sieht vor, dass für Nutzungen von Schriftwerken in den digitalen Semesterapparaten der Hochschulen, die nach § 52a gesetzlich erlaubt sind, eine pauschale Vergütung gezahlt wird. Jetzt haben sich KMK und VG Wort darauf verständigt, die Pauschalvergütung bis Ende Februar 2018 zu verlängern. Das teilte der Vorsitzende der Kommission Bibliothekstantieme der KMK mit. Nach der nun verlängerten Übergangsregelung tritt das neue Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz in Kraft.

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Digitale Semesterapparate: Pauschalvergütung bis Herbst 2017 verlängert

Foto: UHH/Kranz

Bis Mitte Dezember 2016 war an den staatlichen Hochschulen in Deutschland zu befürchten, Lehrende müssten alle digitalen Kopien, die sie ihren Studierenden gemäß §52a UrhG zum Download anbieten, zum Jahreswechsel vom Netz nehmen. Die Verwertungsgesellschaft WORT hatte zuvor einen Rahmenvertrag erwirkt, der das Ende der bisher üblichen Pauschalvergütung für die digitalen Semesterapparate an den Hochschuloen vorsah. Da der neue Rahmenvertrag erfordert hätte, ab Anfang 2017 jedes Digitalisat mithlife einer Online-Meldemaske einzeln zu erfassen, regte sich Widerstand. Nun haben sich die Hochschulrektorenkonferenz, die Kultusministerkonferenz und die VG Wort darauf geeinigt, die bisher praktizierte Pauschalabgeltung der Ansprüche der VG Wort nach § 52a UrhG zunächst bis zum 30. September 2017 fortzuführen. Für die Zeit danach soll in den kommenden Monaten „eine für alle Beteiligten praktikable und sachgerechte Lösung“ entwickelt werden. Weitere Informationen samt einer Auflistung dessen, was ohnehin erlaubt ist, finden Sie im Blog der Stabi. Für Fragen zur Rechtslage hat die Stabi obendrein eine Mailadresse eingerichtet: 52a-urhg@sub.uni-hamburg.de

Infoveranstaltung zum Thema „52a UrhG und VG WORT“ am 1. November

Bisher konnten Lehrende ihren Studierenden recht sorglos digitale Kopien von urheberrechtlich geschützten Texten bereitstellen. Wichtig war nur, sich auf kleine Teile eines Buchs, Bücher „geringen Umfangs“ oder Zeitschriftenbeiträge zu beschränken. Und der Zugang zu den Medien musste den eigenen Studierenden vorbehalten sein (siehe den § 52a UrhG). Bezahlt wurde das ganze im Rahmen von Pauschalvereinbarungen, die von den Bundesländern mit der „Verwertungsgesellschaft WORT“ (VG WORT) geschlossen worden waren. Das dürfte sich nun ändern.

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Zulässigkeit und Deputatswirksamkeit der Online-Lehre: Was Lehrende wissen sollten

Die Neufassungen zweier Prüfungsordnungen, die der WiSo-Fakultätsrat Mitte Juni 2016 auf den Weg gebracht hat, erklären es für grundsätzlich zulässig, Lehrveranstaltungen als blended-learning- oder als reine eLearning-Veranstaltungen durchzuführen. Entsprechende Klarstellungen wurden nach dem Fakultätsratsbeschluss in die Prüfungsordnungen für Studiengänge der WiSo-Fakultät mit den Abschlüssen Bachelor of Arts und Master of Arts (B.A./M.A.) aufgenommen. Sie gelten für Studiengänge wie Soziologie, Sozialökonomie und Politikwissenschaft. Zudem bestätigen alle neuen Prüfungsordnungen – also auch die Ordnungen für den Bachelor/Master of Science (B.Sc./M.Sc.) – , dass Prüfungen „in geeigneten Fällen“ mit Unterstützung elektronischer Medien und in elektronischer Dokumentation durchgeführt werden können. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Digitalisierung in Lehre und Lernen sind damit an der WiSo-Fakultät konkreter denn je.

Und doch stellt sich die Frage: Was sollten Lehrende nun wissen?

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Dekanat schafft Klarheit bei der Deputatswirksamkeit von Online-Lehre

Symbol_RednerpultSeit der Novellierung des Hamburger Hochschulrechts im Sommer 2014 können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler prinzipiell bis zu 25% ihrer Lehrverpflichtung mit „Online-Veranstaltungen“ erfüllen. Allerdings regelt der neue § 5a der Lehrverpflichtungsverordnung (LVVO) die Deputatswirksamkeit von „Lehrveranstaltungen, die in interaktiver Form über ein elektronisches Datenfernnetz durchgeführt werden“ nur grundsätzlich. Die LVVO besagt noch nichts über die Zulässigkeit von Online-Veranstaltungen in einem bestimmten Studiengang. Es nützt Lehrenden ja noch nicht viel, Online-Veranstaltungen theoretisch angerechnet zu bekommen, solange diese in ihrem Studiengang gar nicht vorgesehen sind. Daher muss genau genommen zusätzlich die Prüfungsordnung des Studiengangs beachtet werden. Immerhin: In den fachbereichsübergreifenden Prüfungsordnungen der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften für Studiengänge mit den Abschlüssen Master of Science (M.Sc.) und Master of Arts (M.A.) sind „E-Learning-Lerneinheiten zur Unterstützung des Lernens durch den Einsatz digitaler Medien“ bereits zulässig. Trotzdem halte ich es für ein wichtiges Signal, dass das Dekanat der WiSo-Fakultät „die Anrechnung von Online- und Blended Learning-Veranstaltungen auf das Lehrdeputat, die auch bisher schon möglich war, aufgrund mehrerer Nachfragen ausdrücklich geregelt“ hat.
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Qualität und Transparenz im eLearning: Dokumentation des eCamps „eLearning Label“

© UHH/Makarov

© UHH/Makarov

Am 16. April veranstaltete das MMKH in enger Abstimmung mit dem eLearning-Büro der WiSo-Fakultät das eCamp “eLearning Label: Qualitätssicherung und Anreizstrukturen für die digitale Lehre?“. Etwa 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem deutschsprachigen Raum bot die Veranstaltung in der StaBi ein Forum für den Erfahrungsaustausch und die Diskussion. Im Fokus standen Beispiele für eLearning-Labels, die an Hochschulen anderer Bundesländer als Lösungsansatz für die Beschreibung und Qualitätssicherung der Lehre mit digitalen Medien eingeführt wurden. Aufzeichnungen der Veranstaltung sind nun online zugänglich.

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Trends in der Digitalisierung: Videos der Ringvorlesung „Digitale Gesellschaft“

Foto: iStockphoto/Rawpixel

Foto: iStockphoto/Rawpixel

Von sechs Veranstaltungen der Ringvorlesung „Digitale Gesellschaft“ stehen Videos auf dem Lecture2Go-Portal bereit:

  • Vortrag der neuen Beauftragten für digitales Lehren und Lernen an der UHH, Prof. Kerstin Mayberger, über Digitale Hochschulbildung für eine digitale Gesellschaftzum Video
  • Vortrag des eLearning-Beauftragten der Fakultät für Geisteswissenschaften, Prof. Jan Christoph Meister, und Mareike Höckendorf über das Projekt eFotozum Video
  • Podiumsdiskussion Digitales Leben nach NSA. Daten schützen und arbeitsfähig bleiben – (wie) geht beides? Mit Dr. Moritz Karg, dem Referenten beim Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, Prof. Dr. Gabriele Beger, Gemeinsame behördliche Datenschutzbeauftragte der Hamburger Hochschulen und Leitende Direktorin der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Prof. Jan Christoph Meister, Universität Hamburg, und Tanja Jeschke, Hamburger Fernhochschule (Moderation) – zum Video
  • Vortrag von Dipl.-Ing. Martin Riemer vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE): Wohin geht die digitale Entwicklung im Krankenhaus und in der medizinischen Versorgung? Gibt es Vorteile oder werden wir nur zum „gläsernen Patienten“? zum Video
  • Vortrag Offene Bildungsressourcen, ein Weg zum Lehrbuch der Zukunft? von Dr. Angela Peetz und Michael Heinecke, Mitgliedern im Netzwerk der eLearning-Büros an der UHH – zum Video
  • Prof. Dr. Thomas Horky und Prof. Dr. Andreas Hebbel-Seeger von der MHMK Macromedia Hiochschule für Medien und Kommunikation mit dem Ausblick Die digitale Welt von morgen: Was erwartet uns?zum Video

eLearning-Magazin #13 thematisiert Barrierefreiheit und Digitalisierung der Hamburger Hochschulen

Das HeLM #13 hat den Schwerpunkt Barrierefreiheit. Aus aktuellem Anlass thematisiert es aber auch die Digitalisierung der Hochschulen in Hamburg

Das HeLM #13 hat den Schwerpunkt Barrierefreiheit. Aus aktuellem Anlass thematisiert es aber auch die Digitalisierung der Hochschulen in Hamburg

Das Zentrale eLearning-Büro der UHH hat die dreizehnte Ausgabe des Hamburger eLearning-Magazin veröffentlicht. Acht Beiträge befassen sich mit dem Schwerpunkt „Barrierefreies eLearning, zwischen Anspruch und Wirklichkeit“. Im allgemeinen Teil gehen die Vizepräsidentin für Studium und Lehre der UHH, Susanne Rupp, und Kerstin Mayrberger auf die Entwicklungen zu der hochschulübergreifenden Digitalisierungsstrategie mit der „Hamburg Open Online University“ ein (S.4f.).

Vom geänderten Rechtsrahmen für den Medieneinsatz an den Hochschulen handelt mein Beitrag „Ein Hochschulrecht für die Digitalisierung“ (S.8ff.).

Kerstin Mayrberger berichtet außerdem über „Das IZuLL und die Digitalisierung von Lehren und Lernen an der Universität Hamburg“ (S.6f.). Und Helga Bechmann vom Multimedia Kontor Hamburg dokumentiert die vergangene Dreifachkonferenz „Campus Innovation“ (S.12f.).