Fotos bearbeiten – ohne Bildbearbeitungssoftware auf dem Rechner

© 123rf.com

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Hat man Fotos oder Abbildungen vorliegen und will sie vor der Veröffentlichung im Netz verändern, verbessern oder beschriften, braucht man eine Bildbearbeitungssoftware – klar. Wer sich häufiger damit befasst, schwört wahrscheinlich auf Photoshop von Adobe. Da der Photoshop einiges kostet, fehlt er aber schon mal auf dem Rechner, an dem man gerade sitzt. Dabei weist das Programm viele Funktionen auf, die außerhalb professioneller Agenturen kaum jemand ausschöpft.

Als kostenlose Alternative kommt GIMP in Frage (das man an Arbeitsplatzrechnern von WiSo-IT auch ohne Admin-Rechte „vom Netzwerk installieren“ kann [Windows Start | Systemsteuerung | Programme beziehen]). GIMPs Funktionsumfang lässt kaum Wünsche offen, doch wer Photoshop gewöhnt ist, muss sich auf der modulartig aufgebauten Bedienoberfläche von GIMP neu orientieren.

Dabei geht es einfacher, und zwar ohne Softwareinstallation. Die allgemeine Entwicklung geht nicht nur dahin, immer mehr Daten und Dokumente im Internet zu speichern und nicht mehr auf dem eigenen Rechner. Wir können mittlerweile auch Anwendungen im Browser aufrufen und ausführen, die so gebrauchstauglich sind, dass man fast glaubt, sie seien auf dem eigenen Rechner installiert.

Schauen wir uns also mal drei Online-Anwendungen für die Bildbearbeitung an.

Adobe Photoshop Express Editor

Im Adobe Photoshop Express Editor lassen sich Fotos mit Dateigrößen von bis zu 16 MB hochladen und mithilfe einer sehr übersichtlichen Bedienoberfläche bearbeiten. Obwohl Adobe im Namen auf den Photoshop verweist, erinnert die Oberfläche des Editors nicht an die des großen Bruders. Das ist aber kein Nachteil. Die Bearbeitungsfunktionen sind in zwei Tabs „Bearbeiten“ und „Dekorieren“ übersichtlich gruppiert.

Der Adobe Photoshop Express Editor überzeugt mit seiner Bedienfreundlichkeit. Er unterstützt jedoch nur das Foto-Format *.jpg

Der Adobe Photoshop Express Editor überzeugt mit seiner Bedienfreundlichkeit. Er unterstützt jedoch nur das Foto-Format JPG.

Für den Aufruf im Browser ist das weit verbreitete Zusatzprogramm Flash Player erforderlich. Auf mobilen Apple-Geräte von Apple, die den Flash Player prinzipiell nicht unterstützen, kann man sich die kostenlose App Adobe Photoshop Express installieren.

Ein Nachteil der Online-Version von Photoshop ist die Beschränkung auf Fotos in den Formaten JPG und JPEG. Die Grafikformate wie PNG, GIF oder TIF unterstützt Adobe an hier nicht.

 Pixlr editor und Pixlr express

Gleich zwei Alternativen bietet Pixlr mit dem Open Pixlr editor und Open Pixlr express.

Der Open Pixlr Editor erinnert an Photoshop: links die Werkzeugleiste, in der Mitte das Objekt, rechts Ebenen und Fenster für Einstellungen. Photoshop-Benutzern kommt der Editor auch dadurch entgegen, dass sich PSD-Bilder öffnen und weiterbearbeiten lassen. Exportformate sind JPEG, PNG, BMP und TIF.

Der Pixlr Editor erinnerst stärker an die Standardsoftware Photoshop, als deren Online-Version von Adobe.

Der Pixlr Editor erinnerst stärker an die Standardsoftware Photoshop, als deren Online-Version von Adobe.

Bei der Express-Variante der Bildbearbeitung von Pixlr verbergen sich die Funktionen hinter sechs großen, beschrifteten Symbolen am unteren Rand des Browsers. Insgesamt kommt alles ein wenig spielerischer daher als in dem Editor. Außerdem beschränkt Pixlr Express das Speichern bearbeiteter Objekte auf das Format JPEG.

In Pixlr Express greift man auf die Bearbeitungsfunktionen über die Symbole eines Aufklapp-Menüs zu.

In Pixlr Express greift man auf die Bearbeitungsfunktionen über die Symbole eines Aufklapp-Menüs zu.

Der Pixlr Editor und Pixlr Express laufen im Browser ebenfalls mittels Flash Player. Die Express-Variante gibt es auch in Apples App Store.

Fazit

Wer gelegentlich für Lernmedien Fotos oder Abbildungen optimieren muss, braucht dafür eigentlich keine Softwareinstallation mehr. Ein moderner Browser mit kostenlosem Flash Player genügt. Und für Apples Geräte gibt es natürlich Apps. Wer sich die gezeigten Beispiele ansieht, wird wahrscheinlich feststellen, dass sich damit alles machen lässt, was man teuren Programmen mit größerem Funktionsumfang bisher abverlangt hat. Einziger Nachteil der Browser-Versionen: die Internetverbindung darf nicht streiken, wenn man unter Zeitdruck die Grafiken für die Präsentation fertigstellen muss…

2 Gedanken zu „Fotos bearbeiten – ohne Bildbearbeitungssoftware auf dem Rechner

    1. Heiko Witt Beitragsautor

      Bitte keine Werbung für private Anbieter in diesem Hochschul-Blog. Generell zu Ihrem Einwand: Die Qualität online bearbeiteter Fotos finde ich persönlich für die Veröffentlichung im Netz ok.

      Antworten

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