MBA Gesundheitsmanagement



Studieninhalte 2. Semester

Der Studiengang unterliegt der ständigen Evaluation und wird inhaltlich den Ergebnissen und Erfordernissen angepasst. Durch aktuelle Entwicklungen können sich Änderungen im Curriculum ergeben.

 

Human Ressource Management (5 CP)

Inhalte
Den Studierenden werden die wesentlichen Methoden und Instrumente der Personalentwicklung und der Personalführung vorgestellt. Ausgehend von den beruflichen Erfahrungen der Studierenden werden Aspekte der Führungsarbeit, Führungstheorien und der damit verbundenen Anforderungen an Führungskräfte veranschaulicht.
Der Zusammenhang von Führungszielen, Führungshandeln und den Zielen von Personalentwicklung steht im Mittelpunkt. Methodische Ansätze und Instrumente der Personalentwicklung werden dargestellt und auf ihre Eignung für unterschiedliche Organisationen geprüft. Organisationsabhängige Strategien und Maßnahmen zur erfolgreichen Umsetzung von Personalentwicklungskonzepten werden vermittelt.

Themenschwerpunkte
- Führung, z.B. Führungsziel „Reife Organisation“, Corporate Identity, Perspektiven der Führungsarbeit, Situativer Führungsstil, Führungsinstrumente
- Funktionen und Konzepte der Personalentwicklung als wesentliche Teile des Personalmanagements
- Arbeitsprinzipien für die Einführung und Umsetzung neuer Personalentwicklungskonzepte und -verfahren (Leitfragen, Prozessbegleitung, Transparenz, Motivation)
- Systematisierte Personalauswahlentscheidungen (Anforderungsprofile, Ausschreibung, Vorstellungsgespräche, Kriterienkataloge, Assessment Center)
- Integration und Einarbeitung neuer Mitarbeiter (Checklisten, Patensysteme)
- Kompetenzentwicklung im Dialog (Mitarbeiter- und Vorgesetztengespräche, Entwicklungsgespräche, Vorgesetztenbeurteilung, Kollegiale Beratung)
- Ansätze einer ziel- und ergebnisorientierten Personalführung (insbesondere Zielvereinbarungen und leistungsbezogene Personalbeurteilung, Kennzahlen gestützte Personalwirtschaft)
- Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen personalentwicklerischer Prozesse

Lernziele
Die Studierenden
- kennen die wichtigsten Arbeitsfelder des Personalmanagements und wesentliche Instrumente der Personalentwicklung
- können Führungsinstrumente reflektiert und authentisch einsetzen
- können Handlungsbedarf für Maßnahmen der PE in Organisationen analysieren
- können die Eckpunkte eines PE-Konzeptes benennen
- können Strategien zur Umsetzung eines PE-Konzeptes entwickeln

Prüfungsform
Klausur

Recht im Gesundheitssektor (4 CP)

Inhalte
Häufige Reformen, ein sich ständig wandelnder Markt, Kostendruck, zunehmende normative Dichte – das sind die Rahmenbedingungen, unter denen die Akteure des Gesundheitswesens heute ihre Leistungen erbringen müssen. Das Modul Recht im Gesundheitssektor zeigt diese rechtlichen Rahmenbedingungen auf und diskutiert mögliche Neuerungen.
Die Studierenden erhalten einen Überblick über die wichtigsten Rechtsgebiete, die für die Leitung oder Tätigkeit in Führungspositionen von Einrichtungen im Gesundheitssektor relevant sind: Wirtschafts- und Gesellschaftsrecht, bezogen auf Krankenhäuser und Praxen von Ärzten und weiteren Heilberufen, Ärztliches Berufsrecht und Berufsrecht weiterer Heilberufe, Arzneimittel- und Apothekenrecht, neue Formen der gesundheitlichen Versorgung sowie Kooperationsmodelle.
Sämtliche o.g. Aspekte des Rechts im Gesundheitssektor werden so bearbeitet, dass die besonderen politischen, sozialen und finanziellen Gegebenheiten des Gesundheitswesens permanent mitreflektiert und -diskutiert werden.

Themenschwerpunkte
-Öffentlich- und privatrechtliche Rechtsformen der Leistungserbringung in der Gesundheitsbranche
- Gestaltungsfreiheit im Gesellschaftsvertragsrecht; gesellschaftsrechtliche Haftung
- Vertragsbeziehungen der Krankenkassen zu ihren Leistungserbringern
- Ärztliches Berufsrecht, Recht der sonstigen Heilberufe
- Krankenhausrecht und Krankenhausfinanzierungsrecht
- Arzneimittel- und Apothekenrecht
- Neue Formen der gesundheitlichen Versorgung, Kooperationsmodelle

Lernziele
Die Studierenden lernen
- eine klare Vorstellung von öffentlich- und privatrechtlichen Institutionen sowie dem Ablauf der Privatisierung eines Krankenhauses zu entwickeln
- wie eine privatrechtliche Rechtsform (für Krankenhaus oder Praxis) gestaltet werden kann und welche Wirkungen (insbes. haftungsrechtliche) dies beinhaltet
- welche vertraglichen und haftungsrechtlichen Beziehungen die ärztliche (bzw. sonstige gesundheitsberufliche) Tätigkeit mit sich bringt
-wie die neuen Kooperationsformen optimierend genutzt werden können

Prüfungsform
Hausarbeit

Qualitätsmanagement im Gesundheitssektor (5 CP)

Inhalte
In diesem Modul werden handlungsorientiert allgemeine und besondere Qualitätsmodelle und praxisnahe Instrumente vermittelt. Darüber hinaus soll die Anwendungspraxis für Organisationen des Gesundheitsbereiches im Hinblick auf verschiedene Modelle und Instrumente dargestellt und diskutiert werden.

Themenschwerpunkte
• Qualitätsbegriff und unterschiedliche Qualitätsansätze

• Qualitätsmodelle wie
- die Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001:2008
- das EFQM-Modell for Excellence
- das KTQ-Modell

• Instrumente
- Quantitative Qualitätsentwicklung und Qualitätscontrolling, insbesondere das Arbeiten mit Qualitätskennzahlen und der Balanced Scorecard
- Benchmarking/ Leistungsvergleiche
- Arbeiten in Qualitätszirkeln und Qualitätsnetzwerken
- Qualitätsmanagement-Instrumente (z.B. aktives Beschwerdemanagement, interne und externe Audits, Befragungen, Prüfung Patientendokumentation, Risikomanagement)

• QM-Organisation (Lenkungsgruppe, Qualitätsmanager, Qualitätsmanagementbeauftragte)

• Bewertung des Qualitätsmanagement (Kosten-Effektivitäts-Analyse, Kosten-Nutzwert-Analyse, Kosten-Nutzen-Analyse)

Lernziele
Die Anforderungen an ein Qualitätsmanagement-System für den Gesundheitsbereich nehmen stetig zu. Es sollen daher praxisorientiert Wege zum Auf- und Ausbau eines Qualitätsmanagements vermittelt werden, einschließlich der Qualitätsentwicklung, Qualitätsmessung, Qualitätssicherung und Qualitätsdokumentation.
Die Studierenden lernen
- die Identifikation von Struktur-, Prozess-, Ergebnis- und Potenzialqualitäten
- Qualitätsstandards zu entwickeln
- Qualitätsmanagementsysteme auf ihre Eignung zu prüfen
- das Arbeiten mit mehrdimensionalen Qualitätsindikatorensystemen

Prüfungsform
Klausur

Externes betriebliches Informationswesen
Bilanz- und Rechnungswesen (5 CP)

Inhalte
Das Bilanz- und Rechnungswesen stellt die finanziellen Beziehungen zwischen dem Gesundheitsunternehmen und seiner Umwelt dar und ist somit eine der wichtigsten Quellen des Managements für bewertungsrelevante Informationen hinsichtlich einer externen Unternehmensanalyse.

Themenschwerpunkte
- Rechnungslegung nach HGB und IFRS
- Besondere Anforderungen der Rechnungslegung in Gesundheitsunternehmen
- Shareholder-optimierte Jahresabschlusserstellung
- Stakeholder-optimierte Jahresabschlusserstellung
- Kennzahlenbasierte Jahresabschlussanalyse

Lernziele
Die Studierenden
- lernen, die Aussagen unterschiedlicher Rechnungslegungssysteme einzuschätzen und unternehmerische Entscheidungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Jahresabschluss zu beurteilen
- lernen die Erfordernisse einer Shareholder- bzw. Stakeholder-orientierten Jahresabschlussberichterstattung kennen
- lernen die Einführung einer systematischen und auf Kennzahlen beruhenden Jahresabschlussanalyse kennen
- lernen die Berücksichtigung sowohl nationaler Standards als auch internationaler Bewertungskennzahlen.

Prüfungsform
Klausur

Internes betriebliches Informationswesen
Kostenmanagement (5 CP)

Inhalte
Das Kostenmanagement liefert mit Hilfe der Kostenrechnung als internem betrieblichen Informationswesen Informationen über die Nutzung der betrieblichen Ressourcen, das heißt hinsichtlich der eingesetzten Produktionsfaktoren für die geplante bzw. durchgeführte Leistungserstellung. Erst aufgrund dieser Informationen werden fundierte Entscheidungen über die Erstellung von Leistungen möglich.

Themenschwerpunkte
- Anforderungen an ein modernes Kostenmanagement
- Kostenrechnung als Management-Informationssystem
- Entscheidungsorientierter Einsatz der Deckungsbeitragsrechnung
- Vollkostenbasierte Kalkulationsverfahren in Gesundheitsunternehmen
- Kostenrechnungsbasiertes Budgetmanagement
- Einsatzmöglichkeiten der Plankostenrechnung
- Theorie und Praxis der Prozesskostenrechnung
- Planspielbasierte Umsetzung von Kostenmanagement-Instrumenten

Lernziele
Die Studierenden
- lernen, die betriebliche Notwendigkeit einer optimalen Kosten­rechnung zu erkennen
- lernen, Informationen über interne Prozesse der Kostenverursachung zu gewinnen
- lernen, das interne betriebliche Informationswesen abzuwägen und entscheidungsorientiert einzusetzen
- lernen die Aussagekraft der verschiedenen Kostenmanagement­systeme kennen und deren Ergebnisse in den Gesamtkontext einer Unternehmensentscheidung zu stellen

Prüfungsform
Klausur


„Der MBA Gesundheitsmanagement bietet unseren ärztlichen Fach- und Führungskräften neben ihrer Vollzeittätigkeit die Möglichkeit, praxisnahes Managementwissen und Führungskompetenzen in einem multiprofessionellen Austausch zu erlernen. Mit den dort erworbenen Kompetenzen stehen den Teilnehmern im Anschluss zweierlei Wege offen: Entweder der Wechsel von der Patientenversorgung in eine Managementfunktion im Krankenhaus oder die Übernahme einer leitenden Funktion im klinischen Bereich. Bei den Asklepios Kliniken Hamburg haben sich bisher Ober- und Chefärzte sowie Leitende Medizincontroller in diesem Programm qualifiziert.“

Schassan

Anne Schassan, MBA
Konzern-Personalentwicklung
Asklepios Kliniken GmbH
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