Empirische Studie

Ein Kernstück des Projekts bildet unsere derzeit durchgeführte soziologische Studie, die basierend auf Interviews und Ethnographien ein detailliertes Bild der teils prekären Arbeits- und Lebensbedingungen sowie der Erfahrungen und Anliegen von Beschäftigten bzw. Exkludierten zeichnet. Mittels Expert_innen-Interviews erhoben werden hierzu auch die Sichtweisen von Vertreter_innen von Betrieben, Fachdiensten, Interessenverbänden und Politik. Ergänzend zu dieser qualitativen Untersuchung zu beruflichen und gesellschaftlichen Barrieren und Partizipationschancen liefert eine parallel durchgeführte quantitative Erhebung weitere Informationen zur sozialen und ökonomischen Situation multipel Benachteiligter. Die Forschung dient nicht nur einer dringend notwendigen Bestandsaufnahme der Lage mehrfach Diskriminierter, sondern auch der Herausarbeitung konkreter Veränderungs- und Handlungsperspektiven. 

Zunächst beziehen sich die Datenerhebungen und dementsprechend auch die Befunde auf das Hamburger Stadtgebiet; in einem weiterführenden Schritt wird in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die Erarbeitung von Indikatoren auf Bundesgebietsebene angestrebt. Geplant ist zudem eine EU-weite Studie in Zusammenarbeit mit verschiedenen europäischen Universitäten und Organisationen.