„Ich habe mich auf Facebook umgebracht“

Can, 28, Schauspieler – Facebook-Aussteiger

Für Can war nach einem knappen Jahr auf Facebook der Zeitpunkt gekommen, an dem er mit der Plattform nicht mehr zurecht kam. „Dieser Wulst an Müll, der da generiert wird, macht einen irgendwie wahnsinnig“, so der Schauspieler. Für ihn machte das sinnlose Posten von irrelevanten Informationen keinen Sinn mehr, so dass er zunächst seine Freunde auf Facebook auf ein Minimum von zehn Kontakten reduzierte und sich kurze Zeit später sein Facebook-Leben nahm.

Can, 28, Schauspieler„Wenn ich ein iranischer Regimegegner wäre, der eine Demo organisieren muss, dann macht das vielleicht Sinn, aber das, was da sonst gemacht und gepostet wird, ist wirklich egal“, so sein Standpunkt zu Facebook. Außerdem sieht Can einen großen Kritikpunkt darin, dass "Profile zugunsten werbetreibender Industrie erstellt werden".                                                  

Inzwischen kommuniziert Can über Skype. Er kannte den Instant-Messenger-Dienst vorher nicht und er gefällt ihm: „Skype ist lustig und etwas angenehmer. Hier sind Leute mit denen man auch wirklich sprechen würde und keine 500 Freunde oder so“.

Seine Facebook-Freunde vermisst Can nicht. Viel lieber klingelt er spontan an der Türe seiner wirklichen Freunde. „Das soll es ja sonst gar nicht mehr geben“, stellt er verwundert fest.

Patricia: "Facebook ist psychische Manipulation"