Willkommen auf unseren Seiten!

Was wäre unsere Welt ohne Journalismus? Sehr viel ärmer! Wir würden weniger wissen, unsere Neugierde müsste auf die Kunde von „unerhörten Begebenheiten“ (Goethe) verzichten und der Demokratie fehlte eine wichtige Instanz der Selbstkorrektur durch journalistische Recherche und Enthüllung.

Derzeit unterliegt der Journalismus einer schleichenden Entwertung. Viele wollen alle Medieninhalte gratis haben und glauben, Blogger und Social Media genügten für das Selbstgespräch unserer Gesellschaft. Demgegenüber halten wir, das Team der Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur, fest an einem professionellen Journalismus, dessen Kommunikationsleistungen unersetzlich sind. Wenn sie denn besser sind als alles andere, was kursiert und sich als „Information“, „Medien“ oder dergleichen ausgibt. Das sind sie aber oft nicht. Medienkritik ist deshalb ein integraler Teil unserer Arbeit: Journalistische Fehler und Fehlverhalten zu erkennen und zu korrigieren ist eine wichtige Voraussetzung von Qualitätsjournalismus.

Rudolf Augstein, der Gründer des Nachrichtenmagazins Der Spiegel, ist der Namenspatron der Professur, die die Rudolf-Augstein-Stiftung der Universität Hamburg 2006 gestiftet hat. Von ihm stammt das Wort „Sagen, was ist“. Im Sinne von Rudolf Augstein (1923-2002) widmen wir uns der Praxis des Qualitätsjournalismus. Meine Mitarbeiter/innen und ich kümmern uns um die praktische und wissenschaftliche Grundlegung eines Journalismus, der mit besonderer Ambition an der Information und Orientierung seines Publikums arbeitet. Auch die Kritik- und Kontrollfunktion von Medien in der Demokratie ist uns ein besonderes Anliegen - sie kompetent wahrnehmen zu können, dazu wollen wir unsere Studierenden befähigen und ermutigen.

Der Schwerpunkt unserer Lehrveranstaltungen liegt in der Vermittlung von Recherche-Techniken, im Training journalistischer Darstellungsformen und in Projektwerkstätten, in denen wir im Team mit den Studierenden eigenständige journalistische Produkte erarbeiten. Medienethik und Medienkritik begreifen wir als Einheit, die einer verantwortlichen Berufsausübung bei beständiger Selbstoptimierung dient. Ein weiteres wichtiges Arbeitsfeld ist für uns die Entwicklung von Überlebensstrategien auf dem journalistischen Arbeitsmarkt. All diese Themen bearbeiten wir fortlaufend auch in Forschungsprojekten.

Wir bedanken uns für Ihr Interesse an der Arbeit der Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur und beantworten gerne Ihre Fragen!

Volker Lilienthal