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25. Nov. 2010 00:00
Kategorie: Fakultät

Prof. Dr. Katrin Talke erhält den "2009 Thomas P. Hustad JPIM Best Paper Award"

Prof. Dr. Katrin Talke erhält den Thomas P. Hustad JPIM Best Paper Award für Ihren Beitrag "What About Design Newness? Investigating the Relevance of a Neglected Dimension of Product Innovativeness", den sie gemeinsam mit Sören Salomo, Jaap Wierenga und Antje Lutz verfasst hat, und der in der November-Ausgabe des Journal of Product and Innovation Management 2009 erschienen ist. Sie ist damit die erste deutsche Professorin, der dieser Preis zugesprochen wird. Zu den bisherigen Gewinnern zählen fast ausnahmslos US-Amerikaner. 

Der Award wird seit 1997 jährlich für das beste Paper vergeben, das in dem vorangegangenen Jahr im Journal of Product Innovation Management erschienen ist. Die Abstimmung erfolgt in zwei Runden: Zunächst gibt jedes Mitglied des Editorial Boards seine 5 favorisierten Paper an. Die fünf Paper mit den meisten Stimmen werden zu den Finalisten, aus denen dann alle Mitglieder dasjenige mit dem höchsten Impact für Innovationsforschung und -praxis wählen.

In dem Beitrag argumentieren die Autoren zunächst theoretisch, warum existierende Konzeptualisierungsansätze des Innovationsgrads um Design-Aspekte erweitert werden sollten und suchen dann nach empirischer Fundierung. Dabei untersuchen sie, ob Design-Innovativität den Produkterfolg tatsächlich positiv beeinflusst und ob und wie sich der Erfolgseffekt von dem der technischen Innovativität über den Verlauf des Produktlebenszyklus unterscheidet. Als Untersuchungsfeld wählen sie die Automobilbranche und erheben für einen Zeitraum von 28 Jahren für 157 Modelle den Absatz über deren Lebenszyklus hinweg. Anhand von multiplen Regressionsanalysen mit gepoolten Daten erklären sie Effekte der unabhängigen Variablen auf den Absatz über die Zeit und berücksichtigen allgemeine Zeittrends, lineare sowie nicht-lineare Effekte. Die Ergebnisse stützen die Vermutung, dass Design-Innovativität einen signifikant positiven Effekt auf den Absatz hat, der stabil ist und sich erst nach vier Jahren abschwächt. Es zeigt sich, dass technische Innovativität ebenfalls einen positiven, sogar stärkeren Absatz-Effekt hat, allerdings ist dieser Effekt über die Zeit nicht-linear. Erst im dritten Jahr erreicht er seine volle Wirkung und schwächt sich dann bis zum sechsten Jahr ab. Die Autoren können mit ihren Ergebnissen auch der Wirtschaftspraxis interessante Anhaltspunkte liefern. Unter anderem zeigen sie, dass ein innovatives Äußeres helfen kann, den Absatz gleich nach Markteinführung positiv zu beeinflussen. Bei technischen Neuerungen scheint es hingegen Zeit zu brauchen, bevor die breite Masse der Kunden den Nutzen für sich erkennt. Beide Punkte lassen sich in Produktentwicklung, Produktmanagement und Kommunikation adressieren.