Gutes Regieren fördert soziale Gerechtigkeit

25. Feb. 2009 19:24
Von: dt

Eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung, an der die Hamburger Politologen Rüb und Schnapp mitwirkten, zeigt: Für die Herausforderungen der Globalisierung ist Deutschland unter allen westlichen Industrienationen gut aufgestellt. Allerdings weist das ökonomische und politische Leistungsniveau im Vergleich zu den skandinavischen Staaten erhebliche Defizite auf. Dies ist nur ein Ergebnis einer internationalen Vergleichsstudie (30 OECD-Staaten), die von einem internationalen Wissenschaftlernetzwerk durchgeführt wurde und im Februar 2009 unter dem Titel „Sustainable Governance Indicators - SGI” erschienen ist.

Als einen entscheidenden Faktor bei der Bewältigung der Herausforderungen durch die Globalisierung machten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler allerdings nicht wirtschaftliche oder soziale Gegebenheiten aus, sondern „die Kunst des Regierens”: Staaten mit einer hohen Demokratiequalität und einer wirksamen Einbeziehung gesellschaftlicher Akteure erzielen demnach eindeutig nachhaltigere Politikergebnisse. Entsprechend fasst Professor Wolfgang Merkel (WZB) die Studie zusammen: „Nicht primär Wirtschaftswachstum, sondern gutes Regieren in einer guten demokratischen Ordnung fördert die soziale Gerechtigkeit in der OECD-Welt”.

Professor Kai-Uwe Schnapp wirkte an der Studie ebenso wie Professor Friedbert W. Rüb als Mitglied des wissenschaftlichen SGI-Beitrates mit. Darüber hinaus übernahm Schnapp die Rolle des Regionalskoordinators für die Beneluxläner, Großbritannien und Irland. Rüb fungierte zudem als Landesberichterstatter für die Bundesrepublik Deutschland.

Weitere Informationen und Ergebnisse der Studie sind erhältlich unter:
www.bertelsmann-stiftung.de (externer Link)
www.sgi-network.org (externer Link)