DFG fördert ein Projekt der AKUF und des Lehrstuhls von Prof. Jakobeit

07. Jan. 2010 16:20
Die DFG hat Dr. Stephan Hensell von der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) und Prof. Jakobeit (Lehrstuhl Internationale Beziehungen) eine Sachbeihilfe für ein Projekt zum Thema „die Formierung politischer Eliten in Nachkriegsgesellschaften“ bewilligt. Das Projektvolumen beläuft sich auf 360.000 €.

Ziel des Projektes ist es, politische Eliten in unterschiedlich stark internationalisierten Nachkriegsgesellschaften zu untersuchen. Der soziale Raum dieser Gesellschaften zeichnet sich durch eine spezifische Gelegenheitsstruktur aus, die es neuen Eliten ermöglicht, politische Machtpositionen einzunehmen. In Nachkriegsgesellschaften wird daher eine Neuformierung der Eliten angestoßen. Hiervon ausgehend liegt dem Projekt folgende Fragestellung zugrunde: Warum mündet dieser Wandel in einigen Fällen in offene, in anderen jedoch in geschlossene Elitensysteme und wie vollziehen sich diese Prozesse sozialer Inklusion und Exklusion?
Das Projekt will diese Fragen in einer nominalen und prozessorientierten Vergleichsanalyse am Beispiel von Fällen in Südosteuropa und Afrika untersuchen und die diesbezüglich empirisch beobachtbare Varianz erklären. Das Forschungsvorhaben ist auf zweieinhalb Jahre angelegt und sieht u.a. Kooperationen mit der University of Bradford (GB) und der Georgia State University (USA) vor.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Stephan Hensell
Institut für Politikwissenschaft
AKUF / Forschungsstelle Kriege
Allende-Platz 1, 20146 Hamburg, Raum 411
Tel.: +49 40 42838-3231, Fax: +49 40 42838-2460
stephan.hensell(at)uni-hamburg.de