Das erste Jahr der Präsidentschaft Dimitri Medwedjews

01. Apr. 2009 15:55
Von: IPW

Kooperationsveranstaltung zwischen der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, der Deutsch-Russischen Gesellschaft Hamburg und dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Hamburg. Mit einem Grußwort von Dr. Sabine Hain, Vorstandsmitglied  Deutsch-Russische Gesellschaft, Hamburg.

Veranstaltungsdaten:

Mittwoch, 29. April 2009,
18:30 bis 20:30 Uhr
Universität Hamburg (Hauptgebäude, Ost), Raum 221
Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

Anfang Mai 2008 ist Dimitri Medwedjew zum Präsidenten Russlands vereidigt worden. Nach acht Jahren mit Wladimir Putin, der das Land aus der schwierigen Jelzin-Zeit in ruhigere, aber autoritäre Verhältnisse brachte, wurde sein Nachfolger mit Spannung erwartet.
Das erste Amtsjahr Medwedjews war u. a. vom Georgien-Krieg und der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Beides wirkte sich unterschiedlich auch innenpolitisch aus. Der Krieg gegen Georgien stärkte das Selbstbewusstsein der russischen Bürger; die Konsequenzen der Finanzkrise hingegen erschüttern das Vertrauen, das die Bevölkerung in ihre politische Führung hat.
In dieser Veranstaltung soll eine Zwischenbilanz der Präsidentschaft Medwedjews gezogen werden: Hat sich Medwedjew in seinem ersten Amtsjahr bewährt – als selbstständiger Politiker, der doch immer wieder politische Reformen versprach? Oder kann man wirklich eher von einem Tandem Putin-Medwedjew sprechen oder gar von einer Marionette Putins?

Referenten:

Dr. Margarete Klein,
wissenschaftliche Mitarbeitern in der Forschungsgruppe Russland/GUS der Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin. Sie hat sich auf russische Außen- und Sicherheitspolitik: Interessen, Strategien, Instrumente; Russlands Rüstungs- und Rüstungskontrollpolitik; die Beziehungen zwischen Russland und der NATO spezialisiert und war zuvor als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Regensburg tätig.

Alexander Sosnowski,
ehemals russischer Staatsbürger, ist freier Journalist. Er lebt seit über zwanzig Jahren in Deutschland, beobachtet und berichtet u. a. für die Deutsche Welle Berlin über die politischen Entwicklungen in Russland und in der Ukraine. U. a. ist er auch seit 2002 Deutschlandkorrespondent der Wochenzeitung MOSKOW NEWS, war von 1997 bis 1999 Gründer und Chefredakteur der "5. Welle TV" - russischsprachiges Fernsehen im Berliner Kabelnetz.

Moderatorin:

Dr. Petra Beckmann-Schulz,
Politikwissenschaftlerin und Redakteurin, Hamburg.