OptExist
Evaluation und Optimierung institutioneller Praktiken zur Förderung von Existenzgründerinnen
Globalisierung ist ein widersprüchlicher Prozess. Wenngleich nicht monokausal, so zieht sie doch gravierende wirtschaftliche und soziale Veränderungen nach sich. Dabei wirkt Globalisierung unbestritten sehr ungleich auf die konkreten Lebens- und Arbeitsverhältnisse von Frauen und Männern. Existenzgründungen rückten demnach aus zweierlei Gründen verstärkt auch in Deutschland ins Blickfeld. Zum einen hat Selbständigkeit aufgrund der strukturellen Arbeitsmarktveränderungen und insbesondere rückläufiger abhängiger Beschäftigung stark an Bedeutung gewonnen. Zum anderen bleibt die Quote selbständiger Frauen in der Bundesrepublik trotz steigender Gründungszahlen weit unter der Zahl selbständiger Männer.
OptExist konzentriert sich deshalb auf zwei Aspekte. Einerseits auf das Gründungspotential von Frauen, das bislang noch nicht hinreichend ausgeschöpft werden konnte. Andererseits auf die Förder- und Beratungsleistungen, mit denen öffentliche und private Träger Gründerinnen unterstützen. In einem mehrschichtigen Untersuchungsansatz werden sowohl die gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen in vier ausgewählten Bundesländern als auch die Bedarfe der Gründerinnen selbst analysiert und zueinander in Bezug gesetzt. Ziel ist es, gendergerechte Bewertungskriterien zu entwickeln und im Sinne einer „best-practice“, handhabbare Ansätze und Modelle zur Optimierung der Förder- und Beratungsleistungen aufzuzeigen. Das Projekt wird von einem interdisziplinären Forschungsteam realisiert und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit PraxispartnerInnen; wie Beratungsstellen, Arbeitsagenturen, Kammern, Wirtschaftsbehörden und Banken. Die Forschungsarbeit von OptExist wird zusätzlich von einem Beirat einschlägiger ExpertInnen aus Wirtschaft und Politik begleitet.
Projektmitarbeiter in Hamburg: Sonja Drobnic, Katrin Cholotta, Sarah Knirsch
Flyer (PDF)
Mehr Informationen über das Kooperationsprojekt OptExist unter:
http://www.iaw.uni-bremen.de/projekte/optexist

