Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2011/2012
22-411.3 "Organisationssoziologie"
Seminar (Bachelor VM1), Dienstag 16:15-17:45 Uhr, AP1, Raum 106
Das Leben in modernen Gesellschaften wird durch Organisationen geprägt. Unternehmen, Krankenhäuser, Universitäten, staatliche Verwaltungen, Vereine – nahezu jeder gesellschaftliche Bereich wird von Organisationen bestimmt. Die Organisationssoziologie widmet sich der Erforschung der Formen, Strukturen und internen Prozesse von Organisationen sowie deren Interaktion mit der gesellschaftlichen Umwelt. In der Veranstaltung werden einleitend die zentralen Merkmale von Organisationen herausgearbeitet. Anschließend wird ein Überblick über klassische und neuere organisationssoziologische Ansätze vermittelt.
22-504.2 "Finanzmarktkapitalismus"
Seminar (Master): Donnerstag 10.15-11.45 Uhr, AP1, Raum 104
Der Finanzmarkt hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Einfluss und öffentlicher Aufmerksamkeit gewonnen und ist in zahlreiche Lebensbereiche vorgedrungen. In der Lehrveranstaltung werden Finanzmärkte aus soziologischer Perspektive in den Blick genommen. Neben einer Vermittlung von Grundlagen über Organisation und Funktionsweise der Finanzmärkte werden vor allem neuere Entwicklungen und krisenartige Phänomene im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Insbesondere soll im Seminar debattiert werden, ob die wachsende Bedeutung von Aktienmärkten, Investmentfonds, Analysten und Rating-Agenturen Merkmale eines marktwirtschaftlichen Strukturbruchs sind, der die Bezeichnung „Finanzmarktkapitalismus“ rechtfertigt. Darüber hinaus sollen mögliche gesellschaftliche Auswirkungen des Bedeutungszuwachses der Finanzmärkte angesprochen und diskutiert werden.
22-503.1 "Innovative Betriebe (Teil 2)"
Projektseminar (Forschungsmodul): Montag 12.15-15.45 Uhr, AP1, Raum 108
Technischer und organisatorischer Fortschritt sind die wichtigsten Quellen des Wachstums in den industrialisierten Ländern. Durch kompetentes Management von Innovationsprozessen können betriebliche Organisationen entscheidende Wettbewerbsvorteile erwerben. Gerade im Globalisierungsprozess werden diese einem immer stärkeren Druck ausgesetzt, Innovationen einzuführen, d.h. neue Produkte, Dienstleistungen, Herstellungsprozesse und Organisationsformen zu entwickeln und in betriebliche Abläufe einzubringen. Innovationsprozesse sind also Phänomene von großer ökonomischer, sozialer und politischer Bedeutung. Ihr Management wird aber durch zahlreiche Formen von Unsicherheit erschwert. Dennoch ist Innovation kein reiner Zufallsprozess, sondern gehorcht bestimmten Gesetzmäßigkeiten, die durch theoretische und empirische Arbeiten in der Innovationsforschung erschlossen werden können. Im Forschungsseminar sollen verschiedene betriebliche Innovationsmodelle vergleichend untersucht werden. Die erste Hälfte der zweisemestrigen Veranstaltung wird sich schwerpunktmäßig mit dem Stand der Innovationsforschung beschäftigen. Im zweiten Teil der Veranstaltung sollen dann in Kleingruppenarbeit verschiedene Zugänge zur Bearbeitung des Themas entwickelt und beschritten werden, wobei unterschiedliche Erhebungsverfahren und Auswertungsstrategien qualitativer und quantitativer Art in Frage kommen.
"Wirtschafts- und organisationssoziologisches Kolloquium"
Forschungskolloquium, Dienstag 18.15-19.45 Uhr, AP 1, Raum 107.
Im Kolloquium werden Fragestellungen, Konzeptionen sowie methodische und theoretische Probleme von geplanten Examensarbeiten (Diplom-, Magister, BA & MA-Arbeiten) und Dissertationen, insbesondere aus dem Bereich Wirtschafts- und Organisationssoziologie, behandelt.


