Porträt des Instituts

Ausbildung am IJK: Qualitätsjournalismus als Leitbild

„Wir brauchen in einer komplizierter und unübersichtlicher werdenden Welt mehr denn je journalistische Profis, die uns nach bestem Wissen und Gewissen, nach allen Regeln der Kunst, so objektiv und unparteilich wie möglich seriös und umfassend recherchierte Informationsangebote machen. Leute, auf die wir uns verlassen können, in einer Welt, in der uns an jeder Ecke irgendjemand etwas verkaufen will.“ Mit diesem Plädoyer für den Qualitätsjournalismus unterstreicht Prof. Dr. Siegfried Weischenberg das Leitbild des Instituts für Journalistik und Kommunikationswissenschaft (IJK): Das Ziel der universitären Journalistenausbildung an der Universität Hamburg ist die Förderung des Qualitätsjournalismus.

Qualität durch Qualifikation – der Master-Studiengang „Journalistik und Kommunikationswissenschaft“

Qualitätsjournalismus verlangt Wissen, Kompetenz, Hartnäckigkeit und Leidenschaft. Die Voraussetzungen dafür schafft eine Ausbildung, die in einem unabhängigen Raum stattfindet – unbeeinflusst von kommerziellen Interessen und redaktionellen Zwängen. Eine solche Schutzzone des Lernens und Ausprobierens, der wissenschaftlich fundierten Debatte, der kritischen Beurteilung und selbstkritischen Auseinandersetzung ist das Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft. Seine Ausbildungsangebote garantieren den Studierenden eine einzigartige Verknüpfung von Praxis und Theorie, von Handwerk und Reflexion. Diese Brücke zwischen Hochschule und redaktioneller Wirklichkeit schlägt der grafik linkMaster-Studiengang „Journalistik und Kommunikationswissenschaft", der im Wintersemester 2006/2007 startete und heute im Mittelpunkt der IJK-Angebote steht.

Studiengänge in Kooperation mit dem IJK

Neben dem deutschsprachigen Master-Studiengang bietet das IJK auch einen englischsprachigen, internationalen Studiengang an: den Erasmus-Mundus-Studiengang grafik link„Journalism and Media within Globalisation: The European Perspective“ – einem von der Europäischen Union geförderten Master-Angebot, bei dem Studierende aus aller Welt an drei europäischen Universitäten ausgebildet werden.

Die Hamburg Media School bietet in Zusammenarbeit mit dem IJK einen grafik link„Master of Arts in Journalism“ an – einen zweijährigen, gebührenpflichtigen Studiengang (6.000 Euro/Jahr plus Studiengebühren an der UHH), der sich an Absolventen richtet, die bereits ein Fachstudium abgeschlossenen haben.

An der Universität Hamburg wirkt das IJK außerdem an folgenden Bachelor-Studiengängen mit: dem grafik linkBA Politikwissenschaft, dem grafik linkBA Soziologie (beide am Fachbereich Sozialwissenschaften in der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) sowie dem grafik linkBA Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Fakultät für Geisteswissenschaften.

Forschung am IJK

In der Forschung gibt es am IJK drei Schwerpunkte: erstens die Journalismusforschung im Sinne der empirischen Erforschung des journalistischen Berufs, seiner Bedingungen und Regeln; insbesondere auf dem Gebiet des Qualitätsjournalismus. Zweitens die kommunikativen Funktionen und Praktiken des Journalismus in vielfältigen öffentlichen Zusammenhängen wie Krisen-, Risiko-, Umwelt-, Wissenschafts- oder Gesundheitskommunikation. Ein dritter Schwerpunkt liegt in der Erforschung transnationaler und transkultureller Kommunikation, wie sie sich z.B. in Form europäischer Öffentlichkeiten konstituiert.

In der Medienwelt fanden beispielsweise die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Journalismus in Deutschland II“ große Beachtung: Die repräsentative Studie untersuchte, welche Akteure journalistische Aussagen produzieren, welche Merkmale Journalistinnen und Journalisten in Deutschland haben und unter welchen Bedingungen sie arbeiten.
Das Forschungsprojekt "Konturen aktueller Medienkommunikation" hat demgegenüber in Grenzbereichen des Journalismus eingehend und methodisch vielfältig untersucht, wie die Zukunft aktueller Medienkommunikation aussehen kann. Analysiert wurden insbesondere genrespezifische Hybridisierungen, Medientypen, Akteursrollen und die Grenzen zwischen Journalismus und Public Relations.

Auch die Studierenden profitieren von der vertieften Auseinandersetzung mit Ergebnissen der Wissenschaft in den Lehrveranstaltungen sowie von einer soliden methodischen Ausbildung: Diese Kenntnisse erlauben es den Studierenden, Daten und Statistiken zu beurteilen, Expertenmeinungen einzuschätzen, sie schulen die Reflexionsfähigkeit und geben vielfältige Anregungen für eigene Forschungsarbeiten.

grafik linkÜberblick über die einzelnen Forschungsprojekte am IJK

Medienstadt Hamburg

Neben Forschung und Lehre gewährleistet das IJK eine kontinuierliche und unabhängige Medienbeobachtung und eine aufmerksame Medienkritik. Für vielfältige Anregungen sorgt dabei allein die Medienstadt Hamburg, einer der bedeutendsten Medienstandorte in Deutschland. Die Studierenden sind dadurch direkt am Puls des journalistischen Geschehens. In Hamburg erscheinen nicht nur Der Spiegel und die Zeit, in Hamburg haben auch der NDR, die Verlagsgruppe Gruner + Jahr, das Verlagshaus Bauer oder die größte deutsche Nachrichtenagentur dpa ihren Sitz. Die Lage im Zentrum der lebendigen Medienstadt begünstigt Kooperationsprojekte und die Einbindung von profilierten Praktikern in die universitäre Ausbildung. Damit kann das IJK seinem Anspruch, den Qualitätsjournalismus zu fördern, in besonderer Weise nachkommen.