Mainzer Tage der Fernsehkritik: Hamburger Studierende zu Gast

14. Apr. 2010 12:05
Zwölf Thesen zum Berufseinstieg für Nachwuchsjournalisten und zum Berufsfeld Journalismus haben drei Studierende des Instituts für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg bei den 43. Mainzer Tagen der Fernsehkritik im März 2010 präsentiert. Das Manuskript und ein Video des Auftritts sind nun online abrufbar.

Juliane Bergmann, Carsten Christian und Laura Schneider – drei Studierende im Hamburger Master-Studiengang „Journalistik und Kommunikationswissenschaft“ – haben bei den Mainzer Tagen der Fernsehkritik einen kritischen Blick auf das sich wandelnde Berufsfeld und auf die Berufschancen junger Journalisten geworfen. Sie beklagten dabei zum Beispiel, dass Redaktionen für journalistische Praktika häufig kein Honorar zahlen, dass Chefredakteure überzogene Erwartungen an den Lebenslauf der Nachwuchsjournalisten haben und dass mehr und mehr crossmedial denkende Allrounder gesucht werden. „Wer auf mehreren Kanälen denken und arbeiten muss – Text, Ton, Bild –, läuft Gefahr, von allem etwas zu machen – aber nichts richtig gut“, warnten sie. Sie forderten zudem eine größere Kollegialität unter Nachwuchsjournalisten: „Wir stechen uns gegenseitig aus, wo wir nur können. Die Ellenbogen können gar nicht spitz genug sein.“

Begleitet wurden sie bei der Tagung von Prof. Dr. Volker Lilienthal, der Mitglied im Beirat der Mainzer Tage der Fernsehkritik des ZDF ist. Das Oberthema der Tagung am 22. und 23. März 2010 im ZDF-Sendezentrum auf dem Mainzer Lerchenberg hieß in diesem Jahr „Neue Wahrheiten - Wer traut wem in der vernetzten Welt?“. Das Thesenpapier und ein Video des Auftritts der drei Hamburger Studierenden sind nun abrufbar.