Das Centrum für Globalisierung und Governance (CGG)
Im CGG wird Forschung auf der Basis von Drittmitteln renommierter Fördereinrichtungen wie u.a. der Europäischen Union (EU), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Volkswagenstiftung, der Thyssen Stiftung sowie ausländischer Forschungsräte durchgeführt.
Seit seiner Gründung 2004 trägt das CGG wesentlich zur Erhöhung der internationalen Sichtbarkeit der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschung an der Universität bei. Grundlage dafür sind die Orientierung an Exzellenzkriterien, Internationalität im Forschungsprofil der Mitglieder, inter/nationale und interdisziplinäre Publikationstätigkeit, die Beteiligung an internationalen Forschungsprogrammen und an deren Leitung, die Durchführung internationaler Tagungen und Workshops, die aktive Teilnahme an der Gestaltung von Wissenschaftsmanagement sowie der Durchführung von Begutachtungen wissenschaftlicher Leistungen im In- und Ausland sowie die Lecture Series mit renommierten ausländischen Wissenschaftler/innen.
Unter anderem war das CGG an der erfolgreichen Einwerbung des Exzellenzclusters CliSAP im Wettbewerb deutscher Universitäten beteiligt. Durch eine gezielte Förderung von Doktorandinnen und Doktoranden leistet das Forschungszentrum darüber hinaus einen maßgeblichen Beitrag zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Fakultät. Das CGG unterstützt maßgeblich die Gleichstellungspolitik der Universität Hamburg und schafft so auch einen gelungenen Rahmen für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Mit seinem Forschungsprogramm 2009-2014 hat das CGG ein thematisch innovatives Forschungsprofil entwickelt, das sich deutlich von dem Profil vergleichbarer Forschungsstandorte unterscheidet. Es geht dabeigenerell um den Wandel von Governance-Struktur und Qualität im Zusammenhang mit Globalisierungsprozessen. Dieser wird einerseits durch die international vergleichende Analyse instutioneller Konstellationen untersucht, welche durch Prozesse wie der Globalisierung, der EU-Integration und endogener Veränderungsprozesse in Nationalgesellschaften bedingt sind, und von Veränderungen in den Governancestrukturen begleitet sind. Andererseits wird er anhand vergleichender und normativer Studieninteraktiver und interkultureller Beziehungen im globalen Raum erforscht, die konstitutiv für den Wandel von demokratischer Verfassungsqualität sind.
Fünf Forschungsschwerpunkte (Research Areas) adressieren diese Thematik:
- Forschungsschwerpunkt 1: Konstellationenwandel der marktrahmenden Institutionen
(Koordination: Prof. Dr. Jürgen Beyer) - Forschungsschwerpunkt 2: Konstellationenwandel der wohlfahrtsstaatlichen Institutionen
(Koordination: Prof. Dr. Birgit Pfau-Effinger und Dr. Patricia Frericks) - Forschungsschwerpunkt 3: Wandel institutioneller Konstellationen der Klima-Governance
(Koordination: Prof. Dr. Anita Engels) - Forschungsschwerpunkt 4: Global Governance, Constitutionalism and World Society
(Koordination: Prof. Antje Wiener, PhD AcSS) - Forschungsschwerpunkt 5: Konstellationenwandel der Institutionen, die die Familien und deren Verhältnis zur gesellschaftlichen Arbeit rahmen
(Koordination: Prof. Dr. Birgit Pfau-Effinger)
Im Rahmen des Forschungsprogramms forschen 17 Professorinnen und Professoren aus der Soziologie, der Politikwissenschaft, der Sozialökonomie, den Wirtschaftswissenschaften, der Journalistik und der Meteorologie in interdisziplinärer Kooperation am CGG, wobei die Hamburger Soziologie hinsichtlich ihrer Forschungsleistung den Rankings von Wissenschaftsrat und CHE zufolge eine Spitzenstellung in der deutschen Universitätslandschaft einnimmt. Mit der Summe von ca. 110.000 Euro an pro Hochschullehrer/in eingeworbenen Drittmitteln, die das Forschungsinstitut bereits in den ersten vier Jahren seit seinem Bestehen erreichte, ist das CGG äußerst forschungsstark und liegt weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt in den Sozialwissenschaften.
Seit dem Umzug der Forschungsprojekte des CGG in die Welckerstraße 8 im März 2010 bildet das Forschungsinstitut auch räumlich eine Einheit und ist damit ausgezeichnet darauf vorbereitet, seine Stellung als international ausgerichtetes Forschungszentrum der WISO-Fakultät der Universität Hamburg weiter auszubauen.


