Der Masterstudiengang HRM - Personalpolitik auf einen Blick

Abschluss:

Master of Arts (M.A.)

Zulassung:

jedes Sommersemester

Umfang:

120 ECTS-Leistungspunkte

Bewerbung:

01.12.-15.01.

Regelstudienzeit:

4 Semester, in Teilzeit 7 Semester

Studienplätze:

ca. 30-40

Akkreditierung:

Einführung im SoSe 2003, seit März 2005 akkreditiert, seit Anfang 2009 reakkreditiert (AQUIN)


Unterrichtssprache:

Deutsch (teilw. Englisch)

Kennzeichen

Die Arbeitsformen unserer Gesellschaft unterliegen einem immer schnelleren Wandel zwischen neuen Chancen und alten Zwängen. Davon ist insbesondere die Ressource Arbeitskraft (Human Resource) betroffen mit der Folge einer ständigen Herausforderung für das Personalmanagement, die kollektiven Interessensvertretungen und die Politik. In den Unternehmen zählen die Potenziale menschlicher Arbeitskraft und die Verknüpfung von Arbeit und Lernen zu Schlüsselfaktoren betrieblicher Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit. Das gilt gleichermaßen für gewinnorientierte wie Nonprofit – Unternehmen. Dagegen stehen Arbeitsverwaltung, Gewerkschaften, Betriebs- und Personalräte oder Gleichstellungsbeauftragte vor der Aufgabe, möglichen Verwerfungen der Flexibilisierung gegenzusteuern. Dabei bieten Wissenschaft, Bildungseinrichtungen sowie Unternehmens- und Personalberatungen verschiedene Handlungskonzepte an. Eine Qualifikation in Human Resource Management und Personalpolitik bietet somit nicht nur in Personalabteilungen zahlreiche Einsatzfelder.

Der Masterstudiengang HRM zielt auf eine berufliche Tätigkeit mit dem Schwerpunkt Personal ab und befähigt gleichermaßen zu einer eigenständigen Erschließung weiterer Problemstellungen auf wissenschaftlicher Grundlage.

Der Masterstudiengang HRM/Personalpolitik verfolgt einen gestaltungsorientierten, interdisziplinären Ansatz, der verhaltenswissenschaftlich geprägt und empirisch fundiert ist. Er bezieht Interessen von und Konflikte zwischen Akteuren der Personalpolitik ausdrücklich mit ein. Die grundlegenden Fachdisziplinen Betriebswirtschaft, Organisationspsychologie und Arbeitsrecht werden durch soziologische und volkswirtschaftliche Themenstellungen flankiert. Neben den Kerngebieten des Human Resource Managements sowie angrenzenden Gebieten wie Arbeitsmarktsoziologie und Organisationstheorie umfasst das Angebot die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen wie beispielsweise Team- und Projektmanagement, Mediation oder Kommunikations- und Konfliktmanagement.

Im Zentrum des Veranstaltungsangebotes steht ein zweisemestriges interdisziplinäres Forschungsprojekt. Ziel dieses Studienprojekts ist die eigenständige Analyse wissenschaftlicher Fragestellungen mithilfe empirischer Forschungsmethoden aus dem Bereich der Personalforschung. Studierende erhalten hier die Gelegenheit nach dem Prinzip des forschenden Lernens und in Ko- operation mit Unternehmen und Verbänden zu arbeiten. Wesentliches Lernziel für ein erfolgreiches Projekt ist ein eigenständiger und kritischer Umgang mit Methoden qualitativer und quantitativer Sozialforschung. In Arbeitsgruppen werden innerhalb eines Rahmenthemas (z.B. Personalauswahl, Mikropolitik, Qualität des Arbeitslebens, Führung) spezifische personalpolitische Fragestellungen bearbeitet. Dadurch soll neben einem effektiven Zeitmanagement das koordinierte Arbeiten im Team geübt werden.

Es besteht eine enge Forschungskooperation mit dem Zentrum für Personalforschung

Der Studiengang kann auch in Teilzeit studiert werden, dann beträgt die Regelstudienzeit sieben Semester. Trotz der Möglichkeit des Teilzeitstudiums handelt es sich beim Masterstudiengang HRM jedoch nicht um einen berufsbegleitenden Master mit Abend- und Wochenendstudium. Die Veranstaltungen finden in der Regel in der Woche ganztägig statt.

Qualifikationsziele

Der Masterstudiengang verfolgt einen gestaltungsorientierten, interdisziplinären Ansatz, der verhaltenswissenschaftlich geprägt und empirisch fundiert ist. Er bezieht Interessen von und Konflikte zwischen Akteuren der Personalpolitik ausdrücklich mit ein. Grundlegende Fachrichtungen – Personalwirtschaftslehre, Organisationspsychologie und Arbeitsrecht – werden durch soziologische und volkswirtschaftliche Themenstellungen und Theorien flankiert.

Der Masterstudiengang HRM/Personalpolitik hat durch seine ausgeprägte Forschungsorientierung den Anspruch, Absolventinnen und Absolventen auf eine wissenschaftliche Karriere vorzubereiten und eröffnet die Möglichkeit zur Promotion. Gleichzeitig befähigen die im Rahmen des Studiums aufge- bauten Kompetenzen zu einer beruflichen Tätigkeit im Personalbereich von öffentlichen, privaten sowie Non-Profit Organisationen und Unternehmen.

Dementsprechend verfolgt der Studiengang folgende Studienziele:

  • Erstens werden umfassende Kenntnisse personalwirtschaftlicher Aufgaben, Probleme, Instrumente und Sichtweisen - ggf. in der exemplarischen Vertiefung - vermittelt.
  • Zweitens werden Theorien unterschiedlicher Herkunft mit ihrem spezifischen Beitrag für personalpolitische Fragen reflektiert gehandhabt.
  • Drittens werden methodische Kompetenzen von der Kenntnis, dem Einsatz bis hin zur kritischen Reflexion in der Erforschung personalwirtschaftlicher Fragestellungen vermittelt.
  • Viertens werden durch Teamprojekte und Gruppendiskussionen soziale Kompetenzen gefördert.

Insgesamt wird angestrebt, dass die Absolventinnen und Absolventen langfristig über die Kompetenzen verfügen, selbstständig, mit Nutzung des interdisziplinären Forschungsstands und unter Einsatz wissenschaftlicher Methoden einzeln und im Team personalwirtschaftliche Aufgaben fundiert und reflektiert zu handhaben.

Es wird der Titel Master of Arts verliehen. Der Abschluss berechtigt zur Promotion.

Aufbau und Inhalt

Der Aufbau des zweijährigen Masterstudiengangs HRM/Personalpolitik folgt einer modularen Struktur und umfasst:

  • Sechs Pflichtmodule im Umfang von insgesamt 36 Leistungspunkten (ECTS). In den Pflichtmodulen werden Grundfragen des Human Resource Managements behandelt und ein Studienprojekt zur Personal- und Organisationsforschung durchgeführt.
  • Sieben Wahlpflichtmodule, von denen vier im Umfang von insgesamt 24 ECTS absolviert werden müssen. Im Wahlpflichtbereich können die Studierenden aus verschiedenen Teilbereichen des Human Resource Managements und angrenzenden Gebieten wählen und eigene Schwerpunkte setzen.
  • Einen Freien Wahlbereich im Umfang von 12 ECTS. Im Freien Wahlbereich können Module und Lehrveranstaltungen aus anderen Masterstudiengängen belegt werden. Zudem können die Wahlpflichtmodule aus dem Master Human Resource Management/Personalpolitik eingebracht werden.

Das Angebot an Pflicht- und Wahlpflichtmodulen gewährleistet den Erwerb zentraler Kenntnisse des Human Resource Managements und ermöglicht zugleich Vertiefungen nach individuellen Wünschen.

Die Veranstaltungen sind entsprechend den zeitlichen Anforderungen, die sie an die Studierenden stellen, mit ECTS gewichtet. Für den erfolgreichen Abschluss des Masterstudiums sind insgesamt 120 ECTS nachzuweisen.

Als weitere Bestandteile runden ein Pflichtpraktikum im dritten Semester (12 Wochen/15 ECTS) im Aufgabenbereich des Human Resource Managements einer Organisation sowie die Masterarbeit mit sechsmonatiger Bearbeitungszeit (30 ECTS) das Studienprogramm ab. In der Masterarbeit wird ein aktuelles personalwirtschaftliches bzw. personalpolitisches Thema eigenständig und in der Regel mit einer empirischen Untersuchung bearbeitet. Die Veranstaltung „Masterwerkstatt“ bereitet auf die Masterarbeit vor.

Einen guten Überblick über den Studienverlauf vermittelt die Modulübersicht und die folgenden Erläuterungen.

Erstes Semester
Mit den Pflichtmodulen "Methoden der Personal- und Organisationsforschung" und "Organisationstheorie und –entwicklung" werden fachwissenschaftliche Grundkenntnisse vermittelt und damit eine Wissensverbreiterung angestrebt. Diese Module werden fast ausschließlich durch professorale Lehre abgedeckt oder durch fest angestelltes wissenschaftliches Personal. Parallel können im ersten Semester bereits durch den Besuch von Wahlpflichtmodulen und Modulen im Freien Wahlbereich eigene Schwerpunkte gesetzt werden.

Beispielsweise können sich die Studierenden im Wahlpflichtmodul "Praxis der Personalarbeit" in praktischen Übungen zu Personalfragen und Personalentscheidungen selbst erproben, Kenntnisse und Fähigkeiten an praktischen Beispielen, Simulationen und Fallstudien entwickeln und Schlüsselqualifikationen auf dem jeweiligen Themenfeld erwerben. Diese Kompetenzvermittlung im Modul "Praxis der Personalarbeit" erfolgt i. d. R. durch externe Praktikerinnen und Praktiker.

Die im Winter- und Sommersemester jeweils abwechselnd angebotenen Wahlpflichtmodule sind:
- Organizational Behavior and Leadership,
- Managing Diversity,
- Vertiefung Arbeitsrecht,
- Internationales Organisations- und Personalmanagement,
- Aktuelle Themen und Instrumente des HRM,
- Praxis der Personalarbeit,
- Introduction to Corporate Social Responsibility: Grundlagen und aktuelle Probleme der Wirtschafts- und Unternehmensethik.

Zweites Semester:
Es beginnt die Wissensvertiefung durch das Studienprojekt zur Personal- und Organisationsforschung. Im Projekt entwickeln die Studierenden Forschungsfragen zur betrieblichen Personalpolitik, die auch empirisch erforscht werden. Etwaige Handlungsempfehlungen werden abgeleitet. Im Pflichtmodul "HRM Colloquium" sollen die Studierenden anhand aktueller Beispiele aus der Personalpraxis und der Personalforschung den Umgang mit praktischen und wissenschaftlichen Problemen des Human Resource Managements kennen lernen. In dem Pflichtmodul "Masterwerkstatt" erläutern Studierende Vorgehensweisen und Teilergebnisse ihrer Masterarbeiten und bereiten die Studierenden im zweiten Semester auf die Masterarbeit vor. Durch den Besuch von Wahlpflichtmodulen und Modulen im Freien Wahlbereich können darüber hinaus eigene Schwerpunkte gesetzt werden.

Drittes Semester
Der Forschungsprozess im Studienprojekt wird abgeschlossen. Es wird außerdem in dem Pflichtmodul "Strategisches Personalmanagement" auf die im ersten Semester erworbenen fachwissenschaftliche Grundkenntnisse aufgebaut. Im Rahmen des Pflichtpraktikums erfolgen ein Transfer und eine Reflektion des erworbenen Wissens in praktischen Erfahrungen. Sofern noch Leistungspunkte in Wahlpflichtmodulen und in Wahlmodulen zu erzielen sind, werden diese im dritten Semester erbracht.

Viertes Semester
Es folgt eine wissenschaftliche Qualifizierung durch die Anfertigung der Master-Thesis

Modulübersicht

Der Studiengang hat einen Umfang von 120 ECTS, die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Die Studierenden haben im 1., 2. und 3. Semester eine Vielzahl von Wahlmöglichkeiten zur Zusammenstellung ihres Masterstudiums. Grundsätzlich sollen in jedem Semester 30 Leistungspunkte erbracht werden. Die Beschreibung der einzelnen Module finden Sie im Modulhandbuch; eine Übersicht über den Studienverlauf finden Sie hier.