Ökonomie psychischer Erkrankungen

Wir führen Krankheitskostenstudien und Kosten-Effektivitäts-Analysen speziell im psychosozialen Versorgungsbereich durch. Wir testen Instrumente zur Messung von Kosten und gesundheitlichen Effekten und analysieren die Kosteneffektivität von neuen Therapieverfahren und Versorgungsprogrammen für psychisch Kranke. Dabei greifen wir auf Daten aus randomisiert kontrollierten Multicenterstudien, Routinedaten und auch modellgestützte Analysen zurück. Unsere Analysen umfassen Krankheitskosten und ökonomische Evaluationen bei Depressionen, psychotischen Störungen, Demenzen, Essstörungen, Angststörungen und Abhängigkeitserkrankungen und decken somit nahezu das gesamte Spektrum psychiatrischer Erkrankungen ab. 

Gesundheit und Altern

Wir analysieren die Inanspruchnahme und die Kosten von formellen und informellen Gesundheitsleistungen sowie die privaten Zuzahlungen in repräsentativen Stichproben der älteren Bevölkerung sowie ausgewählten älteren Patientenstichproben, beispielsweise mit Multimorbidität, Demenz oder Osteoporose. Die Datenanalyse erfolgt unter Verwendung statistischer Verfahren für Querschnittanalysen als auch Längsschnittanalysen mit dem Ziel, Prädiktoren für die ökonomischen Zielgrößen zu identifizieren.

Ökonomie der Adipositas

Adipositas geht aufgrund der hohen Prävalenz und einer Vielzahl assozierter Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes mellitus Typ2 und Hypertonie, mit einer enormen Krankheitslast einher, die wir anhand von Krankheitskostenstudien für bestimmte Populationen quantifizieren. Da Adipositas das Risiko für viele weitere Krankheiten zum Teil sehr stark erhöht, wurde weltweit bereits eine Vielzahl an präventiven und therapeutischen Interventionen für adipöse Menschen entwickelt. Basierend auf entscheidungstheoretischen Modellierungen analysieren wir die Kosteneffektivität solcher Interventionen für lange Zeithorizonte. Die Ergebnisse sollen Entscheidungsträger bei der Wahl geeigneter Gesundheitstechnologien unterstützen, um die durch Adipositas bedingte Krankheitslast zu mindern und letztlich die Krankheitskosten zu senken.