Hamburger Integrationsstudie „Zusammenleben in Hamburg“ (Dezember 2014 abgeschlossen)

Im Auftrag der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) führte das Projektbüro Angewandte Sozialforschung eine Studie zur Qualität des Zusammenlebens und des Zusammenhalts in der Hamburger Bevölkerung durch.
Für die umfassende Studie wurde eine repräsentative Telefonumfrage unter der Hamburger Wohnbevölkerung durchgeführt. Ergänzt wurde die telefonische Befragung um persönlich-mündliche Interviews mit Hamburgerinnen und Hamburgern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Themen der telefonischen und persönlichen Interviews waren die individuellen Erfahrungen der Befragten zum Zusammenleben in der Stadt Hamburg sowie ihre persönlichen Einschätzungen zur Qualität des Zusammenlebens.
Die Leitung für das Forschungsprojekt unterlag Prof. Dr. Kai-Uwe Schnapp, Katrin Behrendt und  Adrian Schaefer-Rolffs vom Projektbüro Angewandte Sozialforschung. Mitglieder des Forschungsteams waren darüber hinaus Studierende des Fachbereichs Sozialwissenschaften. Die Umsetzung der telefonischen und persönlichen Interviews erfolgte durch das Telefonlabor der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.
Nach der  Auswertung und Zusammenfassung der Ergebnisse wurde ein schriftlichen Forschungsbericht an die Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration übergeben. Am 08. Dezember 2014 gab die BASFI eine Pressekonferenz, in der die wichtigsten Inhalte vorgestellt wurden. Am nächsten Tag folgte ein immenses Medienaufgebot. Mehr dazu finden Sie unter dem Gliederungspunkt "Aktuelles".

Befragung des gesamten akademischen Personals der Universität Hamburg in Kooperation mit dem Wissenschaftlichen Personalrat (Dezember 2014 abgeschlossen)

Die Universität Hamburg führte ein groß angelegtes Projekt („Zukunftskonzept Universitätsverwaltung“) durch, bei dem es um die Effizienz der Verwaltungen der Universität Hamburg und die Unterstützungsleistung der Verwaltungen für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ging. Im Auftrag des Personalrats des wissenschaftlichen Personals (ohne UKE) – WIPR sollte das Projektbüro mit einer zusätzlichen Erhebung die Belange und Interessen hinsichtlich der Arbeitssituation/-zufriedenheit des gesamten wissenschaftlichen Personals der Universität Hamburg untersuchen.
Das Projekt war in drei Phasen unterteilt. In allen Phasen wurden Studierende eingebunden. In der ersten Phase (Anfang Februar bis Ende Juni 2012) fand eine Vorstudie statt, in der zunächst qualitative Interviews geführt wurden. Auf den Ergebnissen aufbauend wurde in der zweiten Phase (Ende 2013/Mitte 2014) eine quantitative Online-Befragung des gesamten akademischen Personals der Universität Hamburg durchgeführt. In der dritten und letzten Phase wurden schließlich die Ergebnisse ausgewertet und in einem Endbericht zusammengefasst. Abschließend wurden die wichtigsten Kenntnisse vom Forschungsteam vorm WIPR  präsentiert.

Methodengrundkurs-Projekte zum Thema Inklusion (November 2014 abgeschlossen)

Im Rahmen der Ausbildung in den „Methoden der empirischen Sozialforschung“ in der Soziologie und der Politikwissenschaft besuchen die Studierenden der zweiten Semester Methodenseminare, in denen sie erste Erfahrungen in der Anwendung empirischer Forschungsmethoden bei der Erforschung selbst gewählter Themen sammeln sollen. Im Sommersemester 2014 haben sich zwei Studierendengruppen dazu entschlossen, Projekte zum Thema Inklusion zu bearbeiten. Dabei untersuchte eine Gruppe „Inklusion im kulturellen Bereich“ und eine zweite Gruppe „Erwartungen an Inklusion“. Der Fokus beider Projekte lag auf dem Hamburger Stadtbezirk Wandsbek, da hier eine Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden des Inklusionsbeirates Wandsbek bestand. Diese Zusammenarbeit wurde durch das Projektbüro organisiert. Die Studierenden erhielten im Rahmen der Zusammenarbeit die Möglichkeit, ihre Projekte mit einem realen Bezug durchzuführen. Die zu erbringende Studienleistung konnte so einen direkten gesellschaftlichen Nutzen stiften, weil sie zur Verbesserung des Informationsstandes über Inklusion in Wandsbek beiträgt.

Dialogische Qualitätsentwicklung der Hamburger Frauenhäuser (Februar 2014 abgeschlossen)

Im Auftrag der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) führte das Projektbüro von Juni 2012 bis Februar 2014 eine wissenschaftliche Begleitung der dialogischen Qualitätsentwicklung der Hamburger Frauenhäuser durch. Das Projekt wurde von Norman Bettermann und Sara Braun, ehemalige Leiterin des Projektbüros, betreut und von fünf studentischen Projektmitarbeiterinnen unterstützt. Bei einem zweitägigen Workshop Ende Juni 2012 wurde zusammen mit den Vertreterinnen der fünf Hamburger Frauenhäuser und der Behörde eine Basis für das Forschungskonzept und den Projektplan erarbeitet. In Arbeitsgruppen wurden schließlich die zu untersuchenden Fragestellungen entwickelt und die Methoden ausgewählt, mit denen diese erhoben werden sollten. Nach einem aus verschiedenen Phasen bestehenden Erhebungszeitraum und der Auswertung der Daten wurde der finale Abschlussbericht fertiggestellt und an die BASFI übergeben. Im Februar 2014 tagte das Plenum zum letzten Mal und schloss somit das Projekt erfolgreich ab.

Interviewstudie für den Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. (September 2013 abgeschlossen)

Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften hat das Projektbüro Angewandte Sozialforschung mit der Durchführung einer Interviewstudie beauftragt. Dabei sollten die ehrenamtlichen Geschäftsführer und Geschäftsführerinnen der Regionalstellen des Verbandes interviewt werden. Ziel der Interviewstudie war die systematische Sammlung von Informationen als Grundlage für die Verbandsentwicklung. Umgesetzt wurde die Studie im Rahmen des Methodengrundkurses von Prof. Dr. Schnapp im Sommersemester 2013. Studierende haben dazu in Projektgruppen Interviewleitfäden entwickelt, anschließend die Interviews durchgeführt und umfassend ausgewertet. Die Ergebnisse wurden im Juli 2013 präsentiert und anschließend in einem Abschlussbericht verschriftlicht.

Befragung Master-Bewerber/innen Politikwissenschaft und Soziologie (September 2013 abgeschlossen)

Das Projektbüro Angewandte Sozialforschung führte zum Wintersemester 2012/2013 eine Onlinebefragung bei den Bewerberinnen und Bewerbern für die Master-Studiengänge Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Hamburg durch. Im Rahmen dieses Projekts wurden zunächst Experteninterviews mit den jeweiligen Programmdirektorinnen und Studiengangskoordinator/innen der zwei Fächer geführt. Anschließend wurde mit einer Onlineumfrage unter allen Bewerberinnen und Bewerbern untersucht, warum diese sich an der Universität Hamburg beworben hatten und welche Kriterien für die Annahme bzw. Ablehnung des Studienplatzes entscheidend waren. Das Projekt wurde von zwei Studentinnen in Zusammenarbeit mit der Projektbüroleitung und -assistenz bearbeitet.

Mitarbeiter/innen-Befragung für die Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen (Februar 2013 abgeschlossen)

Für die Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen (HÖB) hat das Projektbüro die Auswertung einer umfassenden Mitarbeiter/innen-Befragung übernommen. Nach der Befragungsphase in den Bücherhallen wurden die verschlossenen Fragebögen an das Projektbüro-Team (Adrian Schaefer-Rolffs, Katrin Behrendt und zwei Studierende) übergeben. Zunächst wurden die erhobenen Daten in ein Statistiksoftware-Programm eingegeben und umfassend aufbereitet. Unter verschiedenen methodischen und inhaltlichen Gesichtspunkten wurden diese anschließend ausgewertet. Ein schriftlicher Forschungsendbericht mit den Ergebnissen der Mitarbeiter/innen-Umfrage wurde zum Abschluss des Projekts an die Öffentlichen Bücherhallen übergeben.

Mitgliederbefragung bei den Jungen Europäischen Föderalisten (Februar 2013 abgeschlossen)

Das Projektbüro Angewandte Sozialforschung führte im Dezember 2012 eine Mitgliederumfrage bei den Jungen Europäischen Föderalisten (JEF e.V.) durch. Die Umfrage fand mit Hilfe eines Onlinefragebogens statt und wurde in Zusammenarbeit mit einer Praktikantin konzipiert und erhoben. Die JEF sind eine überparteiliche Jugendbewegung, die sich seit 1949 für ein demokratisches, bürgernahes und solidarisches Europa einsetzt. Ziel der Mitgliederbefragung war es, detaillierte Informationen über die Mitgliederstruktur des Vereins, die politischen Einstellungen der Mitglieder sowie ihre Motivation für ihr Engagement zu erfahren und damit eine Basis der Verbandsentwicklung zu schaffen. Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung wurden am 03. Februar 2013 vor dem Bundesausschuss der JEF in Berlin vorgestellt. Darüber hinaus wurden vom Projektbüro Angewandte Sozialforschung und einer Praktikantin ein schriftlicher Abschlussbericht erstellt, in dem sämtliche Umfrageergebnisse für die JEF aufbereitet wurden.

Kooperationsprojekt mit der Arbeitsgruppe "Studiengangsevaluation B.Sc. VWL" (März 2012 abgeschlossen)

Der Fachbereich Volkswirtschaftslehre der Universität Hamburg führte eine umfassend angelegte Studiengangsevaluation des B.Sc. VWL durch. Ziel des Pilot-Projekts war es, die Erfahrungen aller beteiligten Gruppen auszuwerten und daraus Schlussfolgerungen für die Reformierung des Studienganges zu ziehen.

Das Projektbüro übernahm im Rahmen des Projekts die Auswertung sämtlicher Befragungen- der Online-Befragungen der Absolvent/innen und der Abbrecher/innen sowie der Paper&Pencil-Befragungen der aktuellen Studierenden.

Seminar "Partizipation in der Demokratie" (Februar 2012 abgeschlossen)

In Zusammenarbeit mit dem "Kultwerk West" in Hamburg-Altona

Was sind die individuellen Motive für das politische Partizipationshandeln aktiver Bürger/innen? Welche Strategien wählen aktive Bürger/innen, um ihre Ziele zu erreichen? Und wie verorten sie ihr eigenes politisches Beteiligungsverhalten in der generellen politischen Diskussion um angemessene Formen und das angemessene Ausmaß von politischer Partizipation in der Demokratie?

Diese und weitere Fragen beschäftigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars "Partizipation in der Demokratie" (Dozentin: Sara Braun) im Wintersemester 2011/2012 - auf theoretischer Ebene und in einem angewandten Projekt, bei dem sie sich durch Interviews mit politisch aktiven Bürgerinnen und Bürgern in Hamburg einer Beantwortung der Fragen nähern wollten. Das Projekt stieß auf das Interesse des Kultwerk West, einem Stadtteil- und Kulturzentrum in Hamburg-Altona, das sich auch mit den Herausforderungen der modernen Bürgerbeteiligung beschäftigt. Aus dem Interesse wurde ein Angebot der Zusammenarbeit: Das Seminar stellte die Ergebnisse des Projekts daher am Ende des Semesters in einer öffentlichen Veranstaltung im Kultwerk West vor. Mehr zu der Seminarpräsentation hier.

Umfrage-Studie in Kooperation mit dem ZHW (Februar 2012 abgeschlossen)

In den beiden Methodengrundkursen von Roland Willner und Steffen Mohrenberg wurde im Sommersemester 2011 ein Kooperationsprojekt mit dem Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung der Universität Hamburg (ZHW) zu den Einstellungen und dem Nutzungsverhalten aller in Forschung und Lehre tätigen Wissenschaftler/innen der Universität Hamburg im Weiterbildungsbereich durchgeführt. Zwei studentische Arbeitsgruppen haben sich mit den Fragestellungen zum Thema Weiterbildung im universitären Bereich auseinandergesetzt, Hypothesen entwickelt und den Online-Fragebogen entworfen. Die Umfrage war im Juni 2011 im Feld. Auf der Basis der Hausarbeiten der zwei studentischen Arbeitsgruppen fertigte eine Studentische Hilfskraft einen Endbericht des Projekts an, in dem sie detaillierte statistische Auswertungen vornahm und diese verschriftlichte.

Feldforschungsprojekt "Gleichstellung in der Hamburger Verwaltung" (August 2011 abgeschlossen)

Das Projektbüro hat in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Gleichstellung der Universität Hamburg eine Feldforschung für die Referatsgruppe Gleichstellung und Antidiskriminierung der Hamburger Justizbehörde zum Thema  "Chancen gleich(heit) prüfen - Diversity Mainstreaming für Verwaltungen" durchgeführt. Die Feldforschungen waren Teil einer bundesweit angelegten Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und liefen von April bis August 2011. Sie umfassten Dokumentenanalysen sowie die Durchführung von Leitfadeninterviews und Fokusgruppen zu verschiedenen Aspekten der Umsetzung von Chancengleichheit in der Hamburger Verwaltung. Die wissenschaftliche Projektleitung lag bei Prof. Monika Bullinger (Gleichstellungsbeauftragte der Universität Hamburg) und Prof. Kai-Uwe Schnapp.

Partei-Profile für www.werstehtzurwahl.de (Februar 2011 abgeschlossen)

Für ihr Online-Angebot "Wer steht zur Wahl?" suchte die Bundeszentrale für Politische Bildung vor der Hamburger Bürgerschaftswahl im Februar 2011 kurzfristig Autor/innen für die Profile der antretenden Parteien und Wählervereinigungen. Das Projektbüro übernahm hierfür die Koordination und Projektabwicklung. Das Ergebnis der Zusammenarbeit finden Sie unter folgendem Link.

Bedarfsanalyse für die GWA St. Pauli (Juni 2011 abgeschlossen)

Eine erste Zusammenarbeit mit der GWA St. Pauli e.V. und dem Stadtteilzentrum Kölibri ergab sich im Rahmen des Grundkurses "Empirische Methoden der Sozialforschung" im Sommersemester 2010. Unter der Leitung von Olaf Bock und Steffen Mohrenberg (Lehrbereich Methoden der Politikwissenschaft) bearbeiteten 4 studentische Projektgruppen verschiedene von der GWA formulierte Problemstellungen zu den Bedürfnissen der Einwohner/innen von St. Pauli Süd mit besonderem Bezug auf das Angebot der GWA im Stadtteil.

Aus diesem ersten Projekt entstand in enger Zusammenarbeit zwischen der GWA, Olaf Bock, Steffen Mohrenberg und Sara Braun (Projektbüro) ein Folgeprojekt: eine repräsentative Umfrage im Stadtteil, in deren Rahmen die Bedürfnisse der Bewohner/innen sowie ihre Einstellung zu den sozialstrukturellen Veränderungen im Stadtteil (Stichwort "Gentrification") erfasst wurden. Auch in diesem Projekt wurden Studierende des Fachbereiches Sozialwissenschaften in die verschiedenen Arbeitsschritte im Forschungsprozess eingebunden: Sowohl an der Fragebogenkonzeption als auch an der tatsächlichen Befragung wurden studentische Forschungspraktikanten beteiligt, von denen im Wintersemester 2010/11 ein Studierender der Soziologie die umfangreichen Daten für seine Bachelor-Arbeit nutzte. Im Sommersemester 2011 wurde im Rahmen eines Werkvertrages ein zusammenfassender Abschlussbericht des Projekts durch zwei BA-Studierende der Soziologie verfasst.

Das Projekt war für alle Beteiligten lehr- und erfolgreich. Seine Ergebnisse stellen eine gute Basis für die GWA dar, um die Stadtteilarbeit den Bedürnissen der Bewohnerschaft von St. Pauli noch besser anzupassen und ermöglichen darüber hinaus einen Eindruck vom Stimmungsbild der "St. Paulianer" zu den hoch aktuellen Veränderungsprozessen in ihrem Stadtteil zu gewinnen.

Bei Fragen zum Projekt und seinen Ergebnissen, wenden Sie sich gerne an Kea Glaß oder Tina Wiesner.