Forschungen zur Sozialökonomie sind befasst mit der wechselseitigen Bindung von Individuen und Gesellschaft und knüpfen an Erkenntnisse der Soziologie, der Wirtschaftswissenschaft und der Gesellschafstheorie an. Die Kombination disziplinärer Wissensformen und Methoden ermöglicht eine historisch-systematische Orientierung. Diese schließt die Gesellschaftlichkeit als produktive Ressource ebenso ein wie daran notwendig geknüpfte demokratische Prozesse. Damit beschäftigen sich auch eigene Beiträge zum Funktionieren und Versagen von Märkten und zum demokratischen Gemeinwesen. Das Forschungsprogramm des Zentrums konzentriert sich darauf, ökonomische Vernunft, politischen Realismus und soziale Verantwortung zusammenzuführen. Zentral sind dabei nicht nur wissenschaftliche Erträge, sondern auch Beratungskompetenzen – etwa in Fragen der Gestaltung des lokalen Nahbereiches als auch zu weltgesellschaftlichen und weltwirtschaftlichen Problemen. In den gegenwärtig vorherrschenden Formen des Verhältnisses zwischen Individuen und Gesellschaft erkennen wir eine Dynamik, die einen neuen Gesellschaftsvertrag erfordert. In diesen Vertrag eingeschrieben werden muss das Recht, in ökonomisch-sozialer Hinsicht nicht ausgeschlossen zu werden, da es Grundlage jeglichen freien Urteilens und politischen Handelns ist.