Blended Learning in der sozialwissenschaftlichen Methodenausbildung

20. Mai. 2011 00:00

Der Methodenzyklus ist in der Soziologie und der Politikwissenschaft ein zentraler, mehrere Semester und Veranstaltungsformen umfassender Bestandteil des Studiums. Das vorgestellte Projekt etabliert eine gemeinsame virtuelle Plattform für diesen Zyklus und unterstützt dabei kooperative Arbeitsformen genauso wie die selbständige Auseinandersetzung mit den Lehrinhalten.

Politikwissenschaft und Soziologie bieten am Fachbereich Sozialwissenschaften gemeinsam die "Integrierte Methodenausbildung" an. Dieser Ausbildungszyklus beginnt regelhaft im ersten und endet im dritten Semester, beinhaltet zwei Vorlesungen, ein Projektseminar und mehrere Tutorien. Für diesen Zyklus wurde, beginnend im Wintersemester 2009, eine OLAT-basierte E-Learning-Umgebung geschaff

Diese Umgebung integriert alle Methodenveranstaltungen über die gesamte Laufzeit des Methodenzyklus und steht den Studierenden auch nach dessen Abschluss weiter als Wissensbasis zur Verfügung.

Kernbestandteile des Konzeptes sind umfangreiche und über die verschiedenen Veranstaltungen strukturidentisch aufgebaute Materialsammlungen, kursspezifische Selbstlernangebote sowie ein aktives Teilnehmermanagement durch die kursveranstaltenden Lehrenden. Schließlich soll auch die Interaktion der Studierenden durch die Plattform angeregt und über diese organisiert werden.

Eine detaillierte Vorstellung der Komponenten finden Sie im Projektbericht (PDF).

Prof. Dr. Kai-Uwe Schnapp über das Projekt:

"Die OLAT-Plattform für die Vorlesung Methoden II wurde bislang bereits zwei Mal genutzt, die Plattform für Methoden I ist gegenwärtig zum zweiten Mail im Einsatz. Dabei hat insbesondere die Plattform Methoden I auch bereits eine sehr deutliche Umstrukturierung des Kurrikulums in voller Funktionsfähigkeit überstanden.

Welche Probleme sehen wir weiterhin? Es ist bislang nicht gelungen, Studierende zu einer aktiven Beteiligung am Forum und am Auf- und Umbau eines Wikis zu beteiligen. Offenbar genügt es hier nicht, einfach einen technischen Rahmen zu schaffen, es müssen auch geeignete Anreize gesetzt werden, die eine Beteiligung attraktiv erscheinen lassen. Das gleiche gilt für die Multiple-Choice-Tests, die weniger als erwartet genutzt werden. Anreize könnten etwa darin bestehen, dass Studierende, die eine festzulegende Mindestmenge an guten Beiträgen geleistet haben, mit einem Punktvorsprung in die Klausur gehen".

Foto: Schell/UHH

http://olat.rrz.uni-hamburg.de

Fach: Politikwissenschaft, Soziologie

Themenfeld: Integrierte Methodenausbildung, empirische Sozialforschung

Schlagwörter: Politikwissenschaft, Soziologie, Wirtschaft, Quantitative Analyseverfahren, Empirische Soisalforschung

Technik: eLearning-Plattform OLAT, Test-Tool ONYX, html-Text, PDF, Präsentation, Foren

Laufzeit: semesterbegleitend; gefördert als "Seminare an´s Netz"-Projekt

Sprachen: deutsch

Zugangsmodalitäten: Zugang bei Teilnahme an den betreffenden Lehrveranstaltungen

Auszeichnungen: -

Kontakt: Dr. Kai-Uwe Schnapp, kai-uwe.schnapp[at]wiso.uni-hamburg[dot]de